Von falscher Scham

Von falscher Scham

Es fällt mir schwer, Hilfe von anderen anzunehmen. Ich bin jemand, der gern die Kontrolle behält und die Dinge im Griff hat. Passend dazu organisiere ich mein Leben durch immer wieder neue Listen. Ich, Martha, Listenmensch. Das bedeutet nicht unbedingt, dass ich mich an meine Listen halte oder mir das Ordnung halten leicht fällt… Aber es beruhigt ungemein, eine Struktur und einen Fahrplan zu haben. Ein Stück Sicherheit.

Dass diese Sicherheit ziemlich trügerisch ist bekommt man zu spüren, wenn etwas im Leben aus den Fugen gerät. Manchmal reicht eine Kleinigkeit. Zum Beispiel bei einem falschen Schritt. Dieser hatte in meinem Fall zur Folge, dass ich jetzt 6 Wochen an Krücken laufen werde und momentan – frisch operiert – eher noch gar nicht laufen sollte. Mitten im Umzug. Kurz vor dem Arbeitsbeginn. Weiterlesen

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„Zu Hause verblödest du doch!“

„Zu Hause verblödest du doch!“

Rückblick auf eine lange Elternzeit

Baby tragen,  Breichen kochen, Bällchen rollen… Mamasein ist wundervoll, keine Frage. Aber 24 Stunden und 7  Tage die Woche nur Kind und Haushalt? Hätte man nicht manchmal gern etwas mehr Input? Etwas, das das Gehirn fordert? Fragen, die mir öfters gestellt wurden. Und Fragen, die mir manchmal selbst durch den Kopf gingen.
Ich war in den letzten 17 Jahren immer wieder „nur“ zu Hause, in den vergangenen 8 Jahren komplett. Nun fange ich bald an Vollzeit zu arbeiten. Habe ich einen Verlust durch die „Nur-zu-Hause-Jahre“? Weiterlesen

Gott auf dem Campingplatz

Gott auf dem Campingplatz

Familienurlaub mit Mehrwert

Letztes Jahr fuhren wir mit unserem Wohnwagen auf den Campingplatz Bensersiel an der Nordsee. Es war eine ganz tolle Woche, wir standen quasi direkt am Strand. Der Sandkasten begann buchstäblich im Vorzelt…

Beim Erkunden des Campingplatzes fiel uns ein Zelt auf, das die Form einer Kirche hatte. Tatsächlich, eine Campingkirche! Hier fanden regelmäßig Andachten statt, vor allem aber auch ein ganz tolles Programm für die Kinder. Weiterlesen

#Stolperverse: Will Gott, dass wir unsere Kinder schlagen?

#Stolperverse: Will Gott, dass wir unsere Kinder schlagen?

Wer die Frage stellt, ob christliche Erziehung und Schläge zusammenpassen, bleibt schnell an diesen Bibelstellen hängen:

Wer sein Kind nie schlägt, der liebt es nicht. Wer sein Kind liebt, der bestraft es beizeiten. (Sprüche 13,24 Hfa)

Erspare deinem Kind die harte Strafe nicht! Ein paar Hiebe werden es nicht umbringen! (Sprüche 23,12 Hfa)

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Eltern sein: Mit Kleinkindern Gott erleben

Eltern sein: Mit Kleinkindern Gott erleben

Einen richtigen Kindergottesdienst gibt es meistens in den Gemeinden für Kleinkinder noch nicht. Sie sind ja noch so klein – vielleicht zu klein für so etwas? Was verstehen sie denn überhaupt schon von Gott? Und wie kann ich einem kleinen Kind Gottes Liebe nahebringen? Kann man eigentlich von Anfang an christlich erziehen?

Darum soll es in dem ersten Teil der neuen Reihe „Eltern sein“ gehen.

Eltern sein

Eltern sein (1): Mit Kleinkindern Gott erleben

Eltern sein (2): Geschwisterbande

Eltern sein (3): Jungsmama sein – Jungspapa sein

Eltern sein (4): Mädchenmama sein – Mädchenpapa sein

Eltern sein (5): Leben mit Teenagern

Eltern sein (6): Großfamilienleben Weiterlesen

„Aufgeräumt!“ – Impulse zur Fastenzeit (5)

„Aufgeräumt!“ – Impulse zur Fastenzeit (5)

Das Ziel bestimmt den Weg

Im Moment beschäftigt mich die Beziehung zu unseren Kindern. Auslöser dafür war eine Sitation in der Schule…

Ich war einen Tag in einer Übergangsklasse, die vor allem aus sechs- bis achtjährigen geflüchteten Kindern bestand. Nach meinen Möglichkeiten versuchte ich, die bewundernswert geduldige Lehrerin zu unterstützen. Irgendwann erkannte ich, dass ich mich dabei auf ein falsches Ziel ausgerichtet hatte. Ich hatte mich bemüht, die Kinder zu unterstützen, damit sie ihr Arbeitsblatt zu den Wochentagen möglichst richtig und vollständig ausfüllen konnten. Manche Kinder waren damit aber noch komplett überfordert. Stattdessen hätte mein Ziel sein sollen, die Kinder durch Fragen zum Thema zum Sprechen zu bringen. Reden, reden, reden, deutsch sprechen, verstehen, Bezeihung bauren… Die Lehrerin wusste, was jedes Kind leisten konnte und lobte die Kinder für jeden kleinen Fortschritt. Klar, dachte ich, das hab ich doch in der Uni eigentlich alles schon gehört… Beziehung fördert das Lernen, positive Emotionen sind dabei die Basis.
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Krankheitszeiten mit Kindern meistern

Krankheitszeiten mit Kindern meistern

Krankheitskarriere

Als ich mein erstes Kind bekam, war ich noch sehr jung. Ich hatte diese Vorstellung: Ich stille es lange und betreue es vorerst selbst… Natürlich würde es gesund sein! Und dann begann die ganz normale Elternrealität. Mit 8 Monaten bekam unser Sohn Husten, eine leichte Bronchitis. Leider gerieten wir an einen Kinderarzt, der sofort ein Antibiotikum verschrieb. Nicht lange danach ging es weiter:  Norovirus. Den anfänglichen Durchfall nahmen wir noch gelassen, dann setzte das Erbrechen ein… Das war das erste Mal, dass wir in der Notaufnahme der Klinik saßen. Der zweite Winter war dann der Beginn einer langen Pari-Boy-Karriere. (Wer diesen kennt, ist vermutlich ein Leidensgenosse.) Beim zweiten Kind mussten wir auf die ersten Zipperlein gar nicht lange warten, dank verschnupftem großen Bruder ging es schon bald nach der Geburt damit los. Wie war das nochmal mit dem Nestschutz? Weiterlesen