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Fastentagebuch (4): 10 Tipps für das Fasten zu Hause

Wie schafft man es, mehrere Tage auf festen Nahrung zu verzichten und nur zu trinken? Fasten mitten im Familienalltag während alle um einen herum essen und man für die Familie kocht, geht das überhaupt? Das waren die Fragen, mit denen alles begann…

Heute fasse ich zusammen, wie es funktionieren kann, was mir persönlich geholfen hat und was ich mitnehme aus der Fastenzeit.

Tipps für das Fasten

1. Einfach anfangen!

Aller Anfang ist schwer? Nicht unbedingt… Vor dem ersten Tag hatte ich gehörigen Respekt. Es war schon gut, dass ich für den Start einen ruhigen Tag ausgesucht hatte, an dem ich nicht unbedingt etwas schaffen musste. Aber eigentlich war es dann gar nicht so schwierig wie gedacht. Ich hatte dank Darmreinigung gar keinen Hunger, mein Kreislauf spielte gut mit und mir war nur etwas kalt. Außerdem war alles neu und spannend. Insgesamt ist es aber wichtig, dass man sich wirklich bewusst eine günstige Zeit für das Fasten aussucht. Ich hätte es im normalen Arbeitsalltag inklusive Autofahren nicht geschafft!

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2. Bereite deine Familie vor.

Fasten im Familienalltag ist nicht leicht, aber möglich. Ich habe meiner Familie erklärt, was ich vorhabe und warum ich das tue. Glücklicherweise habe ich einen kochenden Mann und auch Kinder, die schon Mahlzeiten vorbereiten können. So musste ich nicht unbedingt immer in der Küche stehen. Wenn ich Essen vorbereitete, konnte ich es aber sogar genießen. Der Geruchssinn ist sehr sensibel und es ist eine Freude, Düfte bewusst wahrzunehmen. An manchen Tagen war es schwer für mich, beim Essen zuzuschauen, an anderen dagegen überhaupt nicht. Ich saß eigentlich immer mit am Tisch und trank Tee oder löffelte eine klare Gemüsebrühe, so dass Gemeinschaft nicht fehlte.

3. Führe ein Tagebuch.

Schreibend kann ich wunderbar reflektieren und Gedanken sortieren. Außerdem hilft es mir, mich später an Dinge zu erinnern. Ich notierte, was ich an meinem Körper beobachtete, was sich veränderte, welche Gelüste ich hatte, was schwer oder leicht war. Außerdem notierte ich interessehalber täglich Gewicht und Blutdruck. Ich hielt auch fest, was meiner Seele gut tat und was ich aus dem Gebet mitgenommen hatte. Jeden Tag schrieb ich mir auch einen Bibelvers auf, der mir wichtig geworden war. So ist aus dem Fastentagebuch ein kleiner Schatz geworden, den ich sicher in die Hand nehme, wenn ich mal wieder faste.

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4. Suche einen Gleichgesinnten.

Es ist viel leichter, wenn man nicht allein fastet, klar. Mit meiner Fasten-Freundin hatte ich täglichen Kontakt und Austausch, das tat gut und motivierte und half mir über Durst-Strecken hinweg. Gut ist auch, wenn ein Partner schon fastenerfahren ist.

5. Nimm den Tag so wie er ist.

Der erste Tag muss wie gesagt nicht der schlimmste sein. An einem Tag fühlt man sich energiegeladen, am anderen schlapp. Jeder erlebt das Fasten anders und – wie Fastenerfahrene berichten – auch jede Fastenzeit ist anders. Am besten hört man auf das, was der Körper heute braucht und macht das Beste aus jedem Tag. Ich würde nur unbedingt empfehlen, täglich raus an die frische Luft zu gehen, egal, wie man sich fühlt.

6. Entdecke deine Sinne neu.

Der Duft von geschnittenem Obst, vom blumigen Duschbad, von würzigem Tee, vom Frühlingswald… die Nase ist sehr sensibel und das ist ein echter Genuss. Die Lust auf Essen war bei mir meist abends am größten, da half es mir, mir ein „Dufterlebnis“ zu suchen.

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7. Achte auf deinen Körper.

Der Körper gibt Signale, wir müssen sie nur hören. Ich spürte sehr deutlich, wann ich etwas für meine Muskeln tun musste oder hatte Bewegungsdrang. Manchmal hatte ich das Bedürfnis, mich hinzulegen. Hunger- oder Schwindelgefühle können darauf hinweisen, dass der Darm noch nicht ganz leer ist, ein Einlauf hilft dann aber schnell. Morgens brauchte ich manchmal länger, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Also machte ich langsam…

8. Tu etwas für Geist und Seele.

Ich hatte öfter das Bedürfnis, mich zurückzuziehen. Ich las morgens in der Bibel, abends  gern noch in Zeitschriften oder Büchern. Mein Bedürfnis, das Smartphone zu nutzen, war deutlich geringer als sonst. Die Spaziergänge taten auch meiner Seele gut. Fasten ist ein ganzheitliches Erlebnis.

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9. Plane die Zeit danach.

Es war mir wichtig, ein „Geländer“ zu haben, an dem ich mich nach den Aufbautagen entlanghangeln kann. Als meine persönlichen Prioritäten legte ich diese fest: Täglich mindestens 15 Minuten Bewegung an der frischen Luft, langsam essen und ausreichend trinken. Ansonsten bin ich früher schon mit dem Lebe-leichter-Konzept gut gefahren, das in jeden Alltag integriert werden kann. Das möchte ich neu einüben.

10. Schau auf das, was du geschafft hast und freue dich daran.

Schon nach dem ersten Tag war für mich klar, dass ich durchhalten kann. Schließlich war schon ein Stück der Wegstrecke geschafft, wer will dann schon aufgeben? So kam ich weiter von Tag zu Tag, schnell war Halbzeit, dann der letzte Tag… Und ja, ich war stolz. Ich, der Kaffee- und Schokoladenjunkie hatte es geschafft, meinem Körper eine Woche eine komplette Auszeit zu gönnen! Wenn man entdeckt, wie leistungsfähig der eigene Körper ist, dann darf man darüber staunen, dankbar sein und sich daran freuen. Es kann dem Selbstwertgefühl einen Schub geben. So ähnlich habe ich das schon nach Geburten erlebt, die mein Körper so toll geschafft hat.

Apfel nach dem Fasten, Fastenbrechen

 

Das nehme ich mit… k-IMG_4830

Ich habe neue Ideen für meinen Alltag gewonnen und Prioritäten neu sortiert.

Mein Körper ist leistungsfähiger, stärker und schöner als ich geglaubt habe. ❤

Es stimmt nicht, dass man nach dem Fasten wieder alle verlorenen Kilos zunimmt. Es kommt darauf an, wie viele Aufbautage man sich gönnt und wie man sich anschließend ernährt. Von den 5 abgenommenen Kilos habe ich nur 2 kg wieder zugenommen.

Fasten ist eine ganzheitliche Erfahrung hat ein großes Potenzial als eine Zeit zum Umkehren, Aufbrechen und Neuanfangen.

Deine

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Hast du schon einmal gefastet oder würdest es gern einmal ausprobieren? Teile gern deine Gedanken dazu… 

 

Teil 1 – Fasten im Familienalltag

Teil 2 – Die Fastentage

Teil 3 – Die Aufbauphase

Teil 4 – 10 Tipps für das Fasten zu Hause

Autor:

Wir glauben daran, dass ein FAMILIENLEBEN MIT GOTT einen Unterschied macht. Wir wissen, dass wir nicht die Einzigen sind, denn FAMILIEN LEBEN MIT GOTT. Mach dich mit uns gemeinsam auf die Suche nach Mehr...

5 Kommentare zu „Fastentagebuch (4): 10 Tipps für das Fasten zu Hause

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