Veröffentlicht in Allgemein, Bibel

In Zeiten der Angst

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass man nicht mehr nach Hause fahren darf,“ sagte mein Sohn und will von einer Heimreise nichts wissen. Inzwischen ist er trotzdem zu Hause angekommen und ich bin wirklich froh darüber. Überall macht sich Unsicherheit breit und eigentlich hält man nichts mehr für ausgeschlossen. Alle sind verunsichert, angespannt, vielleicht auch ängstlich. Krisen-Stimmung.

Nach wie vor geht es uns als Familie sehr gut. Wir sind zusammen und gesund und wir meistern die Situation. Mir ist bewusst, dass andere es da viel schwerer haben. Wenn man mit kleinen Kindern in einer engen Wohnung „festsitzt“, Sorgen um seinen Arbeitsplatz hat, dann sieht es ganz anders aus. Trotzdem hat jeder seine Ängste.

Ich fahre weiterhin in die Schule, um bei der Notbetreuung zu helfen. Wir sind dort nicht geschützt und halten auch keine 2 Meter Abstand zu den Kindern. Meine beiden Jungs sehen immer wieder im Keller nach, ob wir genug zu Essen haben und spielen „Corona-Impfung“. Kinder verarbeiten die Krise auf ihre Weise. Wir kennen Menschen, die zur Risikogruppe gehören und um die wir uns sorgen. Wird die Normalität nach den Osterferien einkehren? Oder wird es noch Monate dauern? Wo führt das alles noch hin?

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Heute morgen las ich in der Bibel von König Josaphat. Er wandte sich in der Krise zuerst an Gott. Das Geständnis der eigenen Unfähigkeit spricht mir aus dem Herzen:

„Denn in mir ist keine Kraft gegen diesen großen Haufen, der gegen uns heranrückt, und wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet.“

(2. Chronik 20, 12)

Manchmal werden mir die Nachrichten zu viel. Wir dürfen die Augen nicht vor der Realität verschließen, aber irgendwann reicht es. Abends bat ich meinen Mann, den Fernseher abzuschalten. Ein „Zuviel“ nährt auch die Angst. Wohin will ich meinen Blick richten?

Josaphat und das Volk bekamen eine direkte Antwort von Gott:

„Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht vor diesem großen Haufen; denn nicht eure, sondern Gottes Sache ist der Kampf!“

(2. Chronik 20, 15)

Spannend ist, wie es aussieht, wenn Gott kämpft. Josaphat soll mit seinen Männern dem Feind entgegengehen – und abwarten.

„Tretet nur hin und bleibt stehen und seht die Rettung des Herrn, der mit euch ist.“

(2. Chronik 20, 17)

Ganz ehrlich? Mir wäre das Herz in die Hose gerutscht. An die Front – und abwarten. Und was tut Josaphat?

Er beriet sich mit dem Volk und stellt die, welche dem heiligen Schmuck dem Herrn singen und preisen sollten, im Zug vor die gerüsteten Krieger hin, um zu singen: „Dank sei dem Herrn, denn seine Gnade währt ewiglich.“

(2. Chronik 20, 21)

Singen statt kämpfen. Danken vor dem Sieg. Klingt völlig verrückt.

Aber welchen Kampf wollen wir denn gewinnen ohne Gott? Was kann das für uns heißen: „Bleibt stehen und seht die Rettung des Herrn“? Vielleicht heißt es in diesen Zeiten einfach, zu Hause zu bleiben. Den Kindern zu erklären, was da gerade passiert und die Augen gemeinsam auf den Herrn zu richten. Den alten Nachbarn anzubieten, für sie einkaufen zu gehen, damit sie zu Hause bleiben können. Weiterzuarbeiten, wo man gebraucht wird. Die Angst nicht siegen zu lassen. Zu beten, zu singen, zu lobpreisen, zu ermutigen, auch und vor allem ganz vorn in der Front.

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Gott segne dich in deinem Tun!

Deine

Handschrift

 

Wir halten Abstand. Trotzdem habe ich in dieser Zeit das Gefühl, Menschen rutschen zusammen… In unserer „Bloggerinnen-Familie“ findest du jederzeit gute Gedanken und Ideen in dieser Zeit:

Alltagsstückwerk: „Lachen und Post“

Christliche Perlen „Hilfreiche Links für die Corona-Zeit“

Veronika Smoor: „Hier und jetzt“

7 Geisslein: „Things we do“

Raus aus der Affenfalle: „Dankbar in Zeiten von Corona“

Mutterherzblog: „Still.Stand.“

Mit Kindern glauben: „Vom Umgang mit der Angst“

Himmlisch geerdet: „Hoffnungsträger“ 

… noch  mehr tolle Blogs findest du in meinen Blog-Empfehlungen

Autor:

Wir glauben daran, dass ein FAMILIENLEBEN MIT GOTT einen Unterschied macht. Wir wissen, dass wir nicht die Einzigen sind, denn FAMILIEN LEBEN MIT GOTT. Mach dich mit uns gemeinsam auf die Suche nach Mehr...

3 Kommentare zu „In Zeiten der Angst

  1. Liebe Martha,

    toller Artikel mal wieder, vielen Dank! Ich habe mir mehrfach im Leben umsonst Angst gemacht und Dinge sind gar nicht eingetroffen. Dafür passierten manchmal negative Sachen, mit denen ich nie gerechnet hätte. Zum Glück habe ich noch meinen Verstand, einige Menschen und Möglichkeiten und nicht zuletzt Gott, der Gebete hört. Selbst wenn ich etwas aber nicht ändern kann, hilft es nicht, sich zu zermürben. Gott ist dennoch dabei und es muss mir alles zum Besten dienen, so wie Josef das Gefängnis in Ägypten. Ich habe jedenfalls alle Hände voll zu tun. Auch Dir viele schöne und gute Ideen für diese Zeit! Herzlichst,

    Tina

    1. Sei gesegnet in dieser Zeit und danke für diese guten Worte. Angst ist ja so wenig rational und man denkt manchmal, man kann gar nichts dagegen machen… Aber es ist auch die Frage, wie wir ihr begegnen und ob wir sie „füttern“. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Mut für jeden Tag, liebe Grüße

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