Veröffentlicht in Allgemein, Bibel, MUnTermacher

Die Sache mit dem Sonntag

Ich bin fasziniert vom jüdischen Sabbat. Das konsequente Einhalten der Ruhe erscheint mir zugleich rätselhaft und wertvoll. Mit der Gestaltung meiner Sonntagen gelingt mir das im Moment nicht einmal ansatzweise.

Das Referendariat war nur mit einer Sieben-Tage-Woche für mich zu schaffen. Ich funktionierte. Aber jetzt, im Nachhinein, sehe ich das wirklich sehr kritisch. Ich hatte in der Phase zwischen den Herbst- und Weihnachtsferien keinen einzigen freien Wochentag. Dabei war ich noch nicht einmal perfektionistisch.

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Mein Sonntag war in dieser Phase komprimiert auf die Zeit des Gottesdienstes, die durch ihre Kürze umso wertvoller wurde. Anschließend ging es zurück an den Schreibtisch. Es ist gut, dass die Zeit auf 1,5 Jahre begrenzt war. Nun ist der Druck weniger, die Arbeitszeit wird sich allerdings vorerst kaum reduzieren lassen. „Irgendwann wird es ruhiger,“ das hoffte ich jahrelang – ernsthaft. Inzwischen sage ich das lächelnd mit einem Augenzwinkern. Trotzdem: Ich lebe jetzt und hier. Auch ich brauche den Sabbat.

Ich habe einfach vergessen, wie das geht mit dem Ruhetag.

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Wir tragen uns mit dem Gedanken, in unserer neuen Gemeinde Mitglied zu werden. Aus diesem Grund haben mein Mann und ich ein Seminar zu den Basics besucht. Am Rande sprachen wir über die 10 Gebote, die ich am Abend noch einmal in Ruhe nachlas. Zwei Gebote stechen heraus in der Ausführlichkeit, in der sie erläutert werden. Es ist zunächst das erste Gebot „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“, was mir in seiner Bedeutung sofort einleuchtet. Und tatsächlich: Das Sabbatgebot nimmt sehr viel Raum ein.

Beachte den Sabbattag, um ihn heilig zu halten, so wie der HERR, dein Gott, es dir geboten hat! Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun; aber der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN, deinen Gott. Du sollst an ihm keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und all dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore wohnt, damit dein Sklave und deine Sklavin ruhen wie du. Und denke daran, dass du Sklave warst im Land Ägypten und dass der HERR, dein Gott, dich mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm von dort herausgeführt hat! Darum hat der HERR, dein Gott, dir geboten, den Sabbattag zu feiern.

(5. Mose 5, 12-15; Übersetzung: Elberfelder)

Mir macht das noch einmal klar, welche Bedeutung der Ruhetag hat. Nicht als starre Regel, um Gott zu gefallen, sondern um meiner selbst willen.

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Der Sabbat ist um des Menschen willen geschaffen worden und nicht der Mensch um des Sabbats willen…

(Markus 2, 27)

Gönne dir einen Tag Ruhe. Das ist mehr als eine Regel oder ein guter Rat. Weil es mein ganzes Leben betrifft, möchte ich die Ruhe wieder einüben. Auch, wenn ich schon wieder am Sonntag noch keine Unterrichtsvorbereitung für Montag fertig habe… Nächste Woche probiere ich es erneut. Und zünde einfach mitten im Chaos am Samstagabend unsere „Heute-ist-ein-besonderer-Tag-Kerze“ an um den Ruhetag einzuläuten.

 

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Wie geht es dir mit dem Ruhetag?

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