#Stolperverse: Weisheit und Wissen – Was lehrt die Bibel?

Eine Blogparade

Auf „Der Herr ist mein Hirte“ gibt es eine interessante Blogparade mit dem Titel #Stolperverse. Daniel schreibt dazu:

„Auf meiner ersten Reisen durch die Bibel bin ich immer wieder über Bibelverse gestolpert. Verse, die mich jetzt noch in meinem Leben begleiten. Und nun interessiert es mich, ob es euch auch so geht. Habt ihr auch solche besonderen Verse oder Bibelgeschichten? Wie hat dieses Wort euer Denken und Leben beeinflusst? Was habt ihr da zum ersten Mal verstanden oder ganz neu entdeckt?“

Mit meinem heutigen Montagsbeitrag möchte ich mich gern daran beteiligen und euch mitnehmen auf meine kleine Reise… Mit ungefähr 16 Jahren entschied ich mich bewusst für ein Leben mit Jesus.

FamilienLeben mit Gott #Stolperverse Weisheit und Wissen - Was lehrt dieBibel?

Ein Neuanfang

Damals beschloss ich, es mit Gott noch einmal aufrichtig zu versuchen. Ich legte ein Gebetstagebuch an, das ich zum Bibellesen nutze. Eigentlich war es viel mehr ein Buch der Fragen. Ich schrieb Bibelverse ab, die mit bedeutsam erschienen und schrieb darunter meine Fragen. Die Fragen unterstrich ich. So bestand der Anfang dieses Buches wirklich aus vielen, vielen Linien…

Gott, bist du Jesus? Oder ist Jesus ein Teil von dir? Wo ist der  Unterschied zwischen dir und Jesus?

(Aus dem Gebetstagebuch)

Nach der Lektüre des Johannes-Evangeliums hatte ich deutlich mehr Fragen als Antworten. Ich wollte an einer anderen Stelle der Bibel weiterlesen. Irgendetwas, das mir etwas sagte. Ich begann – ausgerechnet – mit Hiob, und die Worte sprachen mich an… Danach las ich weiter in den Psalmen und wurde wirklich berührt.

Familienleben mit Gott: Weisheit und Wissen - Was l Herr, deine Güte reicht bis an den Himmel und deine Treue, soweit die Wolken ziehen. Psalm 36, 6

Auf der Suche nach Weisheit

Es folgte das Buch der Sprichwörter. Salomos Sprüche regen recht bildhaft zum Nachdenken über Lebenswahrheiten an, sie sollten so von Generation zu Generation weitergegeben werden. Immer wieder wird in diesem Buch der Bibel die Frage nach der Weisheit gestellt – und das fesselte mich. Ich war neugierig und wissebegierig und auf der Suche nach etwas von wirklicher Bedeutung für mein Leben. Ich wollte den Glauben erfassen, Gott und Jesus verstehen, Erkenntnis erlangen. Aber was genau ist überhaupt diese Weisheit, von der da die Rede ist? Ich las immer wieder über ihren großen Wert, konnte aber diese Frage nicht beantworten.

„Er ist es, der Weisheit gibt, von ihm kommen Wissen und Verständnis.“

(Sprüche 2, 6)

„Wie glücklich ist, wer die Weisheit gefunden hat und die Erkenntnis erlangt hat.“

(Sprüche 3,13

„Weisheit“ meint hier das Bemühen, die Wirklichkeit zu ordnen, zu erfassen und zu erklären. Mein Problem war, dass ich den Weisheitsbegriff in der Bibel mit meinem Wissensbegriff in einen Topf warf. Wissen, das verband ich mit Schule oder Studium, Lernen und Bildung. Ich dachte, man könnte Weisheit oder eben Wissen über Gott im Kopf anhäufen und dann wüsste man am Ende – ganz logisch – „wie Gott tickt“.

„Wenn es aber unter euch welche gibt, die nicht wissen, was sie in einem bestimmten Fall tun müssen, sollen sie Gott um Weisheit bitten, und Gott wird sie ihnen geben. Denn er gibt sie allen gerne, ohne ihnen Vorwürfe zu machen.“

(Jakobus 1, 5)

Füße, die über eine Bibel stolpern, Blogparade #Stolperverse

Wo stehe ich heute?

Im Laufe der Zeit verstand ich, dass es einen Unterschied gibt zwischen „Ich erwerbe Wissen“ und „Gott gibt mir Weisheit“. Ich glaube, es ist gar nicht unsere Aufgabe, diese beiden Dinge klar zu trennen oder zu bewerten. Lernen ist etwas ganz Wunderbares und ich lese mit viel Gewinn in meiner Studienbibel. Doch Gott muss etwas hinzugeben, damit wir verstehen, was er von uns möchte. Etwas, das wir nicht selbst machen können, das aber Auswirkungen hat auf unser Leben. Weisheit bedeutet, den Willen Gottes zu erkennen und sich danach zu richten.

„Aber die Weisheit von oben ist zuerst einmal rein und klar; sodann ist sie friedliebend, freundlich, nachgiebig. Sie ist voller Erbarmen und bringt viele gute Taten hervor. Sie kennt weder Vorurteil noch Verstellung.“

(Jakobsu 3, 17)

Manchmal ist es nicht so leicht, Gottes Willen für eine bestimmte Situation zu erkennen. Und manchmal ist das Problem eher, sich dann auch danach zu richten. Am Anfang meines Glaubensweges hatte ich das Gefühl, relativ wenig zu wissen und zu verstehen. Heute denke ich, dass ich gar nicht alles verstehen muss. Aber das, was ich verstanden habe, danach möchte ich mich richten. Und alles andere? Kann ich getrost Gott überlassen…

„Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken,
und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr.“

(Jesaja 55, 8)

Wichtig in meinem Leben ist vor allem das Vertrauen auf Gott. In seinem Wort zu lesen und zu studieren bringt mich weiter im Glauben. Ich tue es nicht deshalb, weil ich das Gefühl habe, undbedingt etwas lernen zu müssen. Vielmehr lese ich die Bibel aus freien Stücken und freue mich über gewonnene Erkenntnisse. Man könnte sagen, das Streben nach Weisheit in meinem Leben ist entspannter geworden 🙂 Während Salomo in seinen Sprüchen Weisheit lehrte, haben wir Jesus Christus als Weisheit in Person.

„In ihm [Christus] sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen.“

(Kolosser 2, 3)

„Euch aber hat Gott zur Gemeinschaft mit Jesus Christus berufen. Mit ihm hat er uns alles geschenkt: Er ist unsere Weisheit – die wahre Weisheit, die von Gott kommt. Durch ihn können wir vor Gott als gerecht bestehen. Durch ihn hat Gott uns zu seinem heiligen Volk gemacht und von unserer Schuld befreit.“

(1. Korinther 1, 30)

Ein Ausblick

Würde ich meine Fragen im Gebetstagebuch noch immer unterstreichen, dann gäbe es auch heute so einige Linien. Vielleicht habe ich andere Fragen als damals, aber nicht unbedingt weniger. Manchmal sind sie drängender, manchmal eher im Hintergrund. Und das darf so sein.

„Dein Wort ist die Wahrheit.“

(Johannes 17, 17)

Unser Erkennen ist Stückwerk 1. Korinther 13,9

Denn unser Erkennen ist Stückwerk, und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. Wenn sich die ganze Wahrheit enthüllen wird, ist es mit dem Stückwerk vorbei. Einst, als ich noch ein Kind war, da redete ich wie ein Kind, ich fühlte und dachte wie ein Kind. Als ich dann aber erwachsen war, habe ich die kindlichen Vorstellungen abgelegt. Jetzt sehen wir nur ein unklares Bild wie in einem trüben Spiegel; dann aber schauen wir Gott von Angesicht. Jetzt kennen wir Gott nur unvollkommen; dann aber werden wir Gott völlig kennen, so wie er uns jetzt schon kennt. Auch wenn alles einmal aufhört – Glaube, Hoffnung und Liebe nicht. Diese drei werden immer bleiben; doch am höchsten steht die Liebe.

(1. korinther 13, 9-13)

Deine

Handschrift

 

Und was sind deine „Stolperverse“? Vielleicht hast du Lust, dich an der Blogparade zu beteiligen…

 

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2 Kommentare zu “#Stolperverse: Weisheit und Wissen – Was lehrt die Bibel?

  1. Liebe Martha, inhaltlich wertvoll waren Deine Artikel ja schon immer. Aber auch die Bilder werden immer schicker… tolle neue Schriftartenund schöne Bibelverse – richtige Hingucker! Respekt + LG!

    • Vielen Dank, du Liebe! Du hast recht, das „Drumherum“ war einfach nicht so mein Ding, mir liegt es mehr, eifnach „nur“ zu schreiben… Aber in letzter Zeit habe ich dank wertvoller Tipps ❤ ein bisschen was lernen dürfen und es macht mir tatsächlich Spaß, damit zu experimentieren. Liebe Grüße, Martha

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