Familienurlaub, aber günstig: Planung ist alles

Camping in Skandinavien und ein (fast) kostenloser Tag in Oslo

In den letzten Beiträgen aus der Urlaubs-Reihe ging es um den Wert des Reisens, den Urlaub mit Kindern und die Frage, wie man überhaupt als Familie günstig Urlaub machen kann. Heute gehe ich dem letzten Aspekt noch einmal an einem wunderschönen Beispiel ❤ nach und lade euch ein auf eine Gedanken-Reise in den Norden… Gratis natürlich 🙂

Blick auf den Oslofjord, Familienuralub, aber günstig: Planung ist alles!" Camping in Skandinavien und ein fast kostenloser Tag in Oslo

Langfristige Planung

Wer wie wir Urlaub in Skandinavien liebt, der sollte spätestens ein Vierteljahr vor der Reise die Fähre buchen. Ähnlich wie bei der Bahn steigen die Preise, je näher der Reisezeitpunkt kommt. Gerade wer einen Wohnwagen im Schlepptau hat, muss die Fährfahrten sehr genau planen, sonst kosten sie schnell ein Vermögen. Der direkte Weg ist nicht immer der günstigste, es gibt wirklich riesige Unterschiede.

So raten wir von der meistfrequentierten Strecke, dem sogenannten „Durchgangsticket“ (Putgarden-Rødby oder Rostock-Gedser in Verbindung mit Helsingør-Helsingborg bzw. der Øresund-Brücke) komplett ab. Am günstigsten ist eine Strecke über Dänemark, wir empfehlen Frederikshavn-Göteborg oder Frederikshavn-Oslo. Die letztgenannte Fährfahrt dauert mehr als 8 Stunden und führt einmal komplett durch den Oslofjord. Bei schönem Wetter ist das ein wundervolles Erlebnis!

Wer kann, sollte das Wochenende zum Fährefahren vermeiden, am besten fährt man montags oder dienstags, eventuell (wenn man das mag) nachts.

Zwei Kinder schauen vom Schiff aus auf die Schären, Wolken, Sehnsucht, Schweden, Urlaub - Vom Wert des Reisens, Urlaub mit Kindern für wenig Geld, Familienuralub, aber günstig: Planung ist alles!" Camping in Skandinavien und ein fast kostenloser Tag in Oslo

Auf dem Weg nach Schweden (Frederikshaven – Göteborg)

Kurzfristige Planung

Es ist gut, wenn man ein paar Tage im Voraus schaut, welche Campingplätze in Frage kommen. Familien mit vielen Kindern und Wohnwagen können in Deutschland unter Umständen viel Geld fürs Campen lassen. Am besten besorgt man sich zunächst  Campingführer (der von ACSI liegt kostenlos auf vielen Zeltplätzen aus und ist nicht übel, er enthält außerdem Rabatte; auch der vom BVCD  ist empfehlenswert) Danach schaut man sich die in Frage kommenden Plätze dann im Internet genauer an.

Dänemark hat allgemein recht teurere Campingplätze. Es lohnt sich trotz allem, nach Familienangeboten zu fragen. Unser geliebter „Stammplatz“ Svalereden in der Nähe von Frederikshavn an der Ostsee hat ab Mitte August manchmal Familienangebote, bei denen Kinder kostenlos übernachten. Einfach mal nach so nach einem Angbot zu fragen kann erfolgreich sein, wenn man gern mehrere Nächte in der Vor- oder Nachsaison  bleiben will. Da wir Bayern immer erst ab August Ferien haben, profitieren wir finanziell so von der meist noch sehr schönen Nachsaison im Norden.

In Norwegen und Schweden dagegen kann man bedenkenlos fast jeden Platz ansteuern. Gerade für kinderreiche Familien ist das toll, denn hier wird nicht pro Person, sondern gewöhnlich pro Platz abgerechnet. Vermutlich ist es kein Zufall, dass wir in Skandinavien oft kinderreichen Familien aus Deutschland begegnen… Selbst die Plätze in und um große(n) Städte(n) wie Oslo oder Stockholm kosteten uns nie mehr als 40 Euro pro Nacht. Wir rechnen in Skandinavien in unserer Planung mit ca. 30 Euro pro Übernachtung.

Uns hilft es im Urlaub, nicht nur für die Übernachtung ein Tagesbudget zu planen, sondern auch für die sonstigen täglichen Kosten (tanken, einkaufen, Vergnügen…). Wenn man weiß, wo man im Schnitt etwa liegt, hilft es bei den weiteren Entscheidungen. Mal ist es angesagt, ein paar Tage eher sparsam zu sein, mal ist etwas Besonderes drin. Die Kinder empfinden Verzicht auf bestimmte Dinge meist nicht als etwas Schlimmes, da es ja auch so das ein oder andere „Extra“ und immer viel zu entdecken gibt. Wir lassen sie an unseren Überlegungen zum Thema Geld teilhaben, damit sie unsere Entscheidungen nachvollziehen können und den Umgang mit Geld ganz nebenbei lernen.

Blick auf Oslo vom Campingplatz, Familienuralub, aber günstig: Planung ist alles!" Camping in Skandinavien und ein fast kostenloser Tag in Oslo

Ein typisches Bild am Vormittag: Oslo-App checken vor der Fahrradtour auf dem Campingplatz Ekeberg…

Ein Tag mit der Familie in einer der teuersten Städte der Welt

Oslo ist teuer? Ja, wenn man eine fest Unterkunft sucht und Essen gehen möchte. Nein, wenn man Camper ist und ein wenig plant. Wir lieben Oslos Lage, das ist für uns das Tor zu Skandinavien. „Das größte Dorf der Welt“ hat man einmal gesagt, doch heute hat auch Oslo (leider) sein modernes Stadtviertel mit Hochhäusern. Es gibt vielleicht Städte mit beeindruckenderen Bauten, aber Oslo ist sehr vielfältig und gut geeignet für Familien. Für uns war es Liebe „auf den zweiten Blick“. Am schönsten ist es, durch den Oslo-Fjord anzukommen. Wer mit dem Auto anreist, muss aufpassen, dass der den „Absprung“ rechtzeitig schafft, sonst ist er durch die Stadt durch. Das Verkehrskonzept ist nämlich genial, der Fernverkehr wird intelligent durch ein Tunnelsystem geleitet und in der Innenstadt selbst ist kaum Verkehr.

Blick auf Oslo,

Auf dem Weg zum Campingplatz kommt man an einer Aussicht vorbei, die wohl in Edvard Munks Bild „Der Schrei“ verewigt ist. Nun, man braucht ein wenig Fantasie… aber schön ist es!

Unsere Oslo-Tipps

  • Das Auto ebenso stehen lassen. Die Parkgebühren sind überall teuer und vieles kann man fußläufig erreichen. Eine Tour von der Festung zum Schloss, am Hafen entlang und durch Parks ist auch für Kinderfüße gut machbar.
  • Das Wochenende nutzen. Am Wochenende zahlt man im öffentlichen Nahverkehr nur für Erwachsene (in der letzten Saision waren es 9 Euro pro Person), bis zu vier Kinder sind dann kostenlos. Damit kann man nicht nur mit dem Bus und der U-Bahn (T-Bana) fahren, die bis an den Nationapark fährt, sondern sogar mit Linienschiffen zu den Badeinseln im Oslofjord. Wunderschön! Der Oslorfjord ist übrigens wirklich toll geeignet zum Baden, da er relativ warm ist. (Ich bin an der Ostsee groß geworden, ich darf das also „warm“ nennen…)

Blick auf den Oslofjord,

Blick von der Festung auf den Oslofjord.

  • Proviant mitnehmen. Das tut man mit Kindern ja meist sowieso, aber alles andere wäre in Oslo recht teuer. Bei uns müssen ganz klassisch immer Rosinen- oder Zimtbrötchen dabei sein und Brote mit Ziegenfrischkäse (der dreieckige norwegische, den man mit etwas Glück sogar in Deutschland bei  Metro oder Edeka bekommt…). Supermärkte gibt es übrigens auch mitten in der Stadt, falls das Essen nicht reichte… Fürs Picknick gibt es überall schöne Plätze zum Beispiel am Wasser oder in Parks.
  • Die Oslo-App nutzen. Sie bietet nicht nur einen guten Überblick über die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten, sondern schlägt auch verschiedene Wanderungen vor.
  • Ekeberg-Camping ist ein Saisonplatz, der nur drei Monate im Jahr existiert. Im Grunde ist es nur eine Wiese auf einem Hügel, aber der Blick auf die Stadt – besonders nachts – ist atemberaubend. Läuft man durch den angrenzenden Skulpturenpark (Achtung, der war im Dunkeln für unsere Kinder echt gruselig), kann man auf der anderen Seite vom Berg auf den Oslofjord schauen. Der andere große Campingplatz Bogstad befindet sich in der Nähe der Skisprungschanze, hat einen Badesee in der Nähe, aber keinen Blick auf die Stadt. Die Preise sind in etwa gleich.

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Frühstück auf dem Ekeberg

  • Fahrradfahren. Oslo ist nicht unbedingt eine typische Fahrradstadt, doch es gibt einige Radwege und insgesamt wenig Verkehr. So haben wir uns gewundert, dass uns nicht mehr Familien begegnet sind auf unserer Radtour durch die Stadt. Für uns Deutsche geht es ungewohnt rücksichtsvoll zu. Rennradfahrer reihten sich so lange hinter unserem wackeligen Fünfjährigen ein, bis eine Gelegenheit zum Überholen kam. Kein einziges Mal hat uns jemand angeklingelt, wenn wir versehentlich bei einem Halt den ganzen Radweg versperrten. Die gleichen Erfahrungen machten wir mit Autofahrern, niemand drängelt, man nimmt Rücksicht. Es geht entspannt zu! Umso größer ist dann der „Kulturschock“, wenn man wieder in Deutschland Fahrrad (oder Auto) fährt…
  • Empfehlung für eine Radtour: Vom Campingplatz Ekeberg Richtung Stadt, immer entlang des Flusses Akerselva bis zum technischen Museum. Die Strecke ist sehr abwechslungsreich, man kommt an alten und restaurierten Industriebauten vorbei, Kunstdenkmäler und Wald und Parks wechseln sich ab. Der Weg führt auch durchs Szeneviertel Grünerløkka. Es geht stetig leicht bergauf, was aber für unsere Kinder machbar war. Immer wieder findet man Badestellen am Fluss und kleine Wasserfälle. Kaum zu glauben, dass man in der Stadt ist! Die größte Herausforderung war, am Ende mit den Rädern wieder auf den Ekeberg zu strampeln, hier gab der Fünfjährige auf…
  • Museen: Für Kulturinteressierte lohnt sich vielleicht die Oslo-Card, die nicht ganz billig ist, dann aber freien Eintritt überall bietet. Für uns als Familie war das weniger interessant. Stattdessen haben wir uns ein wirklich tolles Museum ausgesucht (Frammuseum!) und sind gleich morgens dort hingefahren, noch bevor der erste Touristenbus auf dem Parkplatz stand… Es hatte natürlich seinen Preis, hat sich aber absolut gelohnt. Übrigens gibt es sogar kostenlose Museen, etwa das zentral gelegene Norwegische Verteidigungsmuseum nahe der Festung Akershus. Die Kinder haben den Hof des Museums mit den Kanonen im Film „Doktor Proktors Pupspulver“ sofort wiedererkannt.
  • Von der Akershus festning ist es nur ein Katzensprung zum neuen Opernhaus. Das Gebäude wurde einem treibenden Eisberg nachempfunden und wurde zum größten Teil aus Marmor gebaut. Die Kinder waren fasziniert davon, auf dem Dach der Oper zu spazieren, das eignetlich nur aus schiefenen Ebenen besteht. Der Kleinste saß nicht lang im Buggy… Ein Muss!

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Auf dem Dach des neuen Opernhauses

  • Ins Grüne: Wem die Parks in der Stadt nicht genügen, der gelangt mit Bus oder T-Bana bis an den Nationalpark. Hoch über der Stadt trohnt die Skisprungschanze Holmenkollen. Ein guter Teil der Treppenstufen ist frei zugänglich. Ich fand es mit einem Kleinkind recht aufregend, aber alle waren nach dem Gekraxel schön müde 🙂

Wie viele Kinder gehören zur Familie? kinderreiche Familie, Christliche Erziehung heute ohne Gewalt

Blick vom Holmenkollen

Träumen…

Mit kleinem Geldbeute kann man sich vielleicht nicht alle Urlaubsreisen verwirklichen. Immer wieder müssen unterwegs Abstriche gemacht werden. Doch was wäre ein Leben, in dem es keine Träume mehr gäbe? Auch wir bewahren solche in unserem Herzen auf. Mal im Winter nach Skandinavien, mal in den ganz hohen Norden, und dann – einmal Nordlichter sehen. Träumen ist wundervoll, vor allem zu zweit, zu dritt, zu viert… oder zu siebt. Und dann sagen wir einander: „One day, Baby…“

„Träumen ist fast wie Reisen“ (Tomas Sjödin)

Danke, dass du uns auf dieser Gedanken-Reise begleitet hast! Bewahr dir deine Träume…

Schriftzug vor Himmel, Deine Martha, FamilienLeben mit Gott, christlicher Blog

Dankeschön vor allem an meinen reiselustigen Ehemann, der diesen Artikel mit mir zusammen „gebrainstormt“ hat. (Er hat eindeutig das bessere Gedächtnis und konnte mir sofort alle Orts- und Platznamen nennen…)

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8 Kommentare zu “Familienurlaub, aber günstig: Planung ist alles

  1. Liebe Martha, vielen Dank für den tollen Bericht – ich werde ihn mir gleich abspeichern. Am liebsten würde ich schon morgen losfahren! Franco und ich sind grosse Skandinavien-Fans, bisher aber ohne Kinder. Das wird sich vermutlich nächstes Jahr ändern. Herzliche Grüsse!

    • Oh ja, beim Schreiben dachte ich auch, ich könnte sofort wieder los… Aber der Rückblick hat mir auch Spaß gemacht. Dann wünsch ich euch jetzt schon eine schöne Reise 🙂 Liebe Grüße, Martha

  2. Pingback: Familienurlaub, aber günstig: Gedanken und Ideen – FamilienLeben mit Gott

  3. Liebe Martha, dein Artikel habe ich gerade mit wachsender Vorfreude auf diesen Sommer gelesen. Wir planen im August das erste Mal nach Norwegen campen zu gehen. Was sind deine Must-See s für Norwegen? Und was würdest du mit drei Kindern ( 1-6) unternehmen und was lieber nicht?
    Ganz liebe Grüße Rebecca

    • Liebe Rebecca, das ist aber schön! Ich weiß noch gar nicht, ob wir diesen Sommer nach Skandianvien kommen… aber träumen kann man ja mal. Es kommt natürlich darauf an, in welche Ecke ihr fahren wollte, welche Fährlinie und dann wie weit, habt ihr da schon Pläne? Eigentlich ist es überall schön und man muss nicht diese typischen Touri-Ecken mitnehmen 🙂 Unser „höchstes“ war Trondheim, was ja eigentlich noch im Süden ist, aber man fährt und fährt und fährt. Gerade das finde ich mit kleinen Kindern halt auch anstrengend. Uns hat es geholfen, mit kleinen Kindern die Strecken nicht zu lang zu planen (länger wird es oft von allein, wenn die Straßen bergig sind usw.) und nicht täglich weiterzufahren. Als ein Kind irgendwann orientierungslos auf dem Campinplatz stand und fragte „Wo war nochmal das Klo?“, wurde uns bewusst, dass es für Kinder auch eine Herausforderung ist, sich ständig umzugewöhnen. Für uns war am besten, zwei, drei Nächte irgendwo bleiben udn dann weiter. Das Fjordland ist schon toll, aber man muss eben erstmal dorthin… Ich fass mal kurz zusammen, wo wir uns bisher „rumgetrieben“ haben und wenn dich etwas näher interessiert, kannst du ja fragen… Südspitze (Mandal), von dort aus quer durchs Land Richtung Seljord (der tiefste See von Norwegen ist dort). Oslo und der Küstenstreifen darunter (Kragerö). Bergen. Starvanger. Alesund. Trondheim. Osterdalen (Röros, das liegt ganz grob auf Höhe Trondheim im Landesinneren, Grenze Schweden/Norwegen), Jostedalsbreen Nationalpark/ Jotunheimen Nationajpark. Hardangervidda Nationalpark. Sognefjord/Faerlandsfjord (Seitenarm vom Sognefjord, das ist so ein bisschen „unser“ Fjord, da hatten wir mal eine Hütte und waren seitdem dreimal wieder dort…). Was wollt ihr machen: Wandern, baden, chillen, Städte, Flüsse, Wasserfälle, Gletscher, Berge… Mit drei kleinen Kindern kann man z.B. auch ganz im Süden schon einen schönen „Abriss“ des Landes haben mit weniger Fahrerei (so grob zwischen Kristiansand und Bergen oder Kristiansand und Oslo. Melde dich gern wieder, liebe Grüße, Martha

      • Hallo Martha, danke für deine Tipps. Wir haben eine Fähre von Dänemark gleich bis Bergen gebucht. Und wollen dann von Bergen aus Richtung fjordland und Oslo und /oder Schweden… Wir waren bisher immer eher im Süden campen, sind deshalb echt gespannt wie es uns im Norden gefällt. Was macht ihr an Regentagen? Und wie geht ihr mit Mückenplagen um? Wo kauft man besten Nahrungsmittel ein?
        So viele Fragen 😄…. Danke dir schon mal und ganz liebe Grüße Rebecca

      • Ich muss mal zugeben, dass ich, was das Fährefahren betrifft, ein Angsthase bin (ich werde schnell seekrank). Darum sind mir die kürzesten Strecken die liebsten – mein Mann sieht das etwas anders… Die Linie von Dänemark nach Bergen haben wir noch nicht probiert. Ach cool, dann seid ihr auch schon öfters im Norden gewesen! Wir haben das eigentlich erst mit Kindern angefangen, als die beiden ersten 1 und 5 Jahre alt waren. Anfangs mit Zelt und Hütten (die findet man zu viert noch ganz gut, das wurde uns später einfach zu teuer), die es auf jedem Zeltplatz gibt, später dann mit Wohnwagen. Es kann halt in der Nacht durchaus mal vorkommen, dass die Temperaturen einstellig werden und das ist mir zu kalt im Zelt… oder wenn es länger regnete, da war die Option, eine Hütte zu nehmen, schon super. Fahrt ihr mit Zelt oder Wohnwagen? In den letzten Urlauben hatten wir viel Glück mit dem Wetter, einen Tag kriegt man ja im Wohnwagen mal rum mit Spielen, lesen, CDs… Wir haben unsere Route immer auch spontan an die Wettervorhersage angepasst 🙂 Mückenplagen haben wir schlicht nicht erlebt. Das Problem stellte sich nur einmal, als wir im schwedischen Binnenland unterwegs wagen. Auf dem nächsten Campingplatz war es da schon wieder besser. Wo kauft man Nahrungsmittel ein… spontan hätte ich gesagt „Schweden“ *lach* Nee, ernsthaft, Lebensmittel sind in Norwegen wirklich heftig teuer. Auf jeden Fall sollte man mitnehmen, was man an haltbaren Sachen mitnehmen kann (wobei sowas wie Nudeln noch bezahlbar ist). Die Kinder freuen sich immer, dass sie dann so Zeug wie „heiße Tasse“ und sonstige Sachen, die man nur mit Wasser aufgießt, essen können (haben wir zu Hause nie). Frisches haben wir natürlich dort gekauft und das lohnt sich auch, denn das einheimische Obst und Gemüse ich sehr, sehr gut. Teuer, aber gut. Man überlegt dann halt, was man wirklich isst… Viel gekauft haben wir da z.B. die norwegischen Karotten, bezahlbar und unvergleichbar lecker, so süß und saftig hatten wir sie hier nie. Brot: Brötchen sind echt teuer, Brot oft auch. Man muss in den Supermarkt gehen und früh dran sein und dann ein bisschen die Augen offenhalten. Meistens gibt es ein Fach mit Brot, das deutlich günstiger ist als alle anderen. Dieses Fach ist natürlich bezeiten leer… Warum das eine Brot so viel günstiger ist als alle anderen konnten wir nicht herausbekommen 🙂 Michprodukte sind übrigens auch sehr gut, regionale Milch im Supermarkt und voll leckerer Jogurth. Worauf wir verzichten: Fleisch und Wurst(essen wir eh nicht, nur die Kinder – aber das ist echt so, so teuer) und Süßigkeiten (auch sehr teuer durch die Zuckersteuer). Wir gehen also mit Bedacht einkaufen, einfach ganz normal in die örtlichen Supermärkte, Kiwi, Joker, oder was es halt gibt. Was wir uns als Mitbringsel mitnehmen: Norwegischen braunen Karamellkäse (gewöhnungsbedürftig, aber ich liebe ihn mittlerweile), Nora Erdbeermarmelade (die beste!) und den dreieckigen Frischkäse in unzähligen leckeren Sorten. Aus Dänemark nehmen wir die leckeren Tetrapacks mit Jogurt mit. Ach, und zum Thema Obst: Nie ohne Tupperdose spazieren gehen 🙂 Him- Brom- Johannis- und Blaubeeren gibt es nahezu überall und kostenlos im Wald und am Wegesrand… Wir standen sogar mal auf einem Campinplatz mitten in einem „Blaubeerfeld“. Vielleicht könnten wir euch auch Campingplätze empfehlen, aber dafür brauch ich meinen Mann, ich kann mir die Namen immer nicht merken… 😉 Es gibt häufig auch Plätze mit schönen Küchen und Aufenthaltsraum, was den Komfort echt erhöht und bei schlechtem Wetter hilft… Liebe Grüße, Martha

      • Hallo liebe Martha, danke für deine Zeit und Infos. Wir fahren und schlafen in unserem Camper. Einem VW t3… Zu fünft geht das gerade noch 🙂
        Wir waren noch nie zusammen in Skandinavien, mit süden meinte ich eher Frankreich, Griechenland…
        Wir haben eigentlich vor hauptsächlich von dem jedermannsrecht Gebrauch zu machen und wo es schön ist und ich mich wohl fühle 🙂 auch zu schlafen… Mal sehen wie das in der Realität klappt…..
        Jetzt Weiss ich auf jeden Fall schon mehr, danke dir. Liebe Grüße Rebecca

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