Ruhe! Und wie ist das bei dir? (3)

Heike Webner zu Gast bei FamilienLeben mit Gott

Wie kann man in einem vollen Alltag zur Ruhe kommen? Wo hat diese ihren Platz, wenn die Familie, die Arbeit, das Ehrenamt oder alles auf einmal einen fordert?

Ich habe andere christliche Blogger/innen, deren Alltag auf ganz verschiedene Weise herausfordernd ist, nach ihren Ansichten und Erfahrungen gefragt. Mein heutiger Gast ist eine outdoorbegeisterte, gläubige Online-Redakteurin und dreifache Mutter.

Expedition Leben Blog

Heike Webner von „ExpeditionLeben“

Expedition Leben Blog

Heike, du hast einen echt prall gefüllten Alltag. Warum bloggst du?

Heike: „Eigentlich, ja eigentlich entstand mein Blog im Rahmen meiner Weiterbildung zur Online-Redakteurin. Ich arbeitete viele Jahre ehrenamtlich in der Pressearbeit für Verein und Kirche, woraufhin ich mich in meiner Elternzeit entschied, ein Fernstudium „Journalismus“ zu machen. Ich wurde freie Journalistin.

Mit meinem Blog wollte ich meine Karriere vorantreiben und mein Herz für Reportagen und Outdoor zusammenbringen. Auch mein christlicher Glaube sollt irgendwo seinen Platz auf dem Blog finden. Herausgekommen ist ExpeditionLeben – ein Blog, der unterhalten will, der animieren will, vom Sofa aufzustehen und die Welt zu entdecken. Ein Blog, der aber auch mit Lebensimpulsen Pause schaffen möchte, um sich neu zu orientieren und durchzuatmen.

Längst ist Bloggen für mich nicht mehr „nur“ Marketing. Es ist zu einem wunderbaren Hobby geworden, Menschen zu begegnen, Freundschaften zu schließen und gemeinsam auf dem Lebensweg zu sein – online und auch im „richtigen“ Leben.“

Wo liegen bei dir die Herausforderungen, im Alltag zur Ruhe zu kommen?

Heike: „Meine Herausforderung ist zwischen der schnellen elektronischen Information Ruhe zu finden, hier noch eine WhatsApp-Nachricht beantworten, da noch eine E-Mail, hier den Twitter-Account checken und danach noch schnell Instagram und Facebook, währenddessen piepst die Spülmaschine und Essen für die bald von der Schule und vom Kindergarten kommenden Kindern muss auch noch gekocht werden.

Auf mich stömen viele verschiedene Sachen im Laufe des Tages ein, dass mein Kopf kaum Ruhe findet, sondern ständig am Kontrollieren ist, was noch zu machen ist, welche Nachricht noch beantwortet werden muss, muss noch Wäsche aus der Maschine geholt werden, wann ist eigentlich das Fußballspiel heute und wann und wie bringe ich Kind 3 zum Kindergartenfreund? Die ständige Erreichbarkeit und Organisation bringt mich oft an meine Grenzen... an so vieles muss gedacht werden, dass ich keine Ruhe finde.“

Gräser vor Himmel, Wolken, auf der Wiese in den Himmel schauen, Vom Losgehen und von Hindernissen, Vom Alleingelassensein, Himmelfahrt, Ruhe! Und wie ist das bei dir?

Hast du kleine „Ruheoasen“ im Alltag? Wie sehen die aus?

Heike: „Momentan bin ich noch auf der Suche nach „meinem“ Ruhe-Ritual. Vor einigen Jahren hatte es gut funktioniert, dass ich mir eine Erinnerung mit einem Bibelvers in mein Handy eingespeichert habe. Diese klingelte dann immer mittags um eine Uhrzeit, in der es gewöhnlich sehr trubelig wurde. Es war ein sehr schönes Ritual und hat mir wirklich Zeit für ein paar Atemzüge Ruhe gegeben, runterkommen und auf das Wesentliche konzentrieren. Zur Zeit funktioniert das so nicht mehr zeitlich, wie gesagt ich ich suche noch…“

Eine andere Oase ist für mich der Wald! Gerne gehe ich morgens noch ein Stückchen durch unseren Stadtwald nachdem ich meine Tochter in den Kindergarten gebracht haben. Es erdet mich, ich kann beten, ich kann Sauerstoff für den Tag tanken. Es gibt ein Zitat, ich finde jetzt nicht von wem: „Gehe jeden Tag eine halbe Stunde in den Wald, nur wenn du keine Zeit hast, dann gehe eine Stunde!“ Eigentlich möchte ich das zu meinem Ritual werden lassen, leider schaffe ich es noch nicht ganz.

Wald und Weg, Ruhe! Und wie ist das bei dir? Interviewreihe Expedition Leben

Was möchtest du in Bezug auf Ruhe noch lernen?

Heike: „Dass ich der Ruhe eine größere Priorität gebe, und dann Ruhe Ruhe ist und Ruhe nicht Handy anmachen ist.“

Du hast plötzlich unerwartet eine Stunde Ruhe. Was tust du?

Heike: „Zeitschriften lesen.“

Ruhe – allein oder gemeinsam?

Heike: „Ruhe hieß für mich bisher alleine. Interessanter Gedanke, gemeinsam Ruhe zu haben. Wobei man das vielleicht viel öfter hat, als man so denkt…“

Verbindest du Ruhe mit einem konkreten Ort?

Heike: „Da ich sehr bildlich veranlagt bin ist, das Sinnbild für Ruhe eine Bank an einem Weg im Wald, vielleicht noch ein Bach daneben.“

Wals, Bank und Wasser, Ruhe! Und wie ist das bei dir? Expedition Leben Blog

Sonntag: Tag der Ruhe?

Heike: „Wie schon erwähnt, kann ich besonders gut in der Natur Ruhe finden und mich entspannen. Daher bin ich gerne sonntags draußen in der Natur unterwegs. Ich kann auch im Gottesdienst Ruhe finden. Allerdings konkurrieren Ausflüge oft zeitlich mit einem 10:00Uhr-Gottesdienst. Denn für viele Ausflüge kann man nicht erst um 12:00 Uhr mittags losziehen. Daher bin ich leider oft nicht im Gottesdienst, was mich allerdings auch traurig macht. Wir haben bei uns in der Nähe keine anderen Gottesdienstzeiten.“

Das verbinde ich mit Ruhe

Natur

laufen

entspannen

abschalten

Birken im Schnee, Ruhe! Und wie ist das bei dir? Expedition Leben Blog

Ruhe ist…

Glück

Heikes Blog „Expedition Leben“ bietet mit den Bereichen Outdoor, Wissen und Glauben eine wirklich interessante Mischung an Artikeln. Nachdem wir auch gern mit der Familie in der Natur unterwegs sind, hat mich der Beitrag über das Wandern mit Kindern sehr angesprochen. Außerdem lege ich Dir Heikes Impulse ans Herz…

Alle Waldbilder in diesem Beitrag stammen übrigens von Heike. Vielen Dank dafür und für den Einblick in deinen Alltag, liebe Heike!

„Die Ruhe kann ein Augenblick sein, an dem ich noch auf dem Steg am See bleibe, oder ein langer, mehrerer Wochen dauernder Urlaub. Ein Nickerchern oder eine kleine Joggingrunde, ein paar Minuten, in denen ich am Schreibtisch sitze und die Augen schließe, dasitze und mir vorstelle, dass ich enie Weile aufs Meer schaue oder auf ein wogendes Weizenfeld. Die Ruhe ist etwas, das wir wählen…“

(Tomas Sjödin in „Warum Ruhe unsere Rettung ist, Seite 20)

Heute Ruhetag, bitte nicht stören. Warum Ruhe unsere Rettung ist, Ruhe, Sonntag, Zeit.

Hier findest du die anderen Beiträge dieser Interviewreihe:
Wie geht es dir mit dem Thema Ruhe?
Hast du Lust, bei der Interviewreihe mitzumachen? Dann nimm mit mir Kontakt auf und ich schicke Dir gern meine Frage…
Egal ob „indoor“ oder „outdoor“ – Ich wünsche Dir Zeiten der Ruhe…
Schriftzug vor Himmel, Deine Martha, FamilienLeben mit Gott, christlicher Blog

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3 Kommentare zu “Ruhe! Und wie ist das bei dir? (3)

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