Mein Kind glaubt nicht mehr an Gott

Offene Worte

Es kann ein harter Moment für Eltern sein, wenn das Kind die Worte ausspricht: „Ich glaube nicht mehr an Gott!“ Manuela hatte es schon länger geahnt. Die 14-jährige Tochter wollte nicht mehr mit in den Gottesdienst gehen und auch den Jugendkreis besuchte sie nur noch ab und an, schließlich gar nicht mehr. Auf Nachfragen reagierte sie ausweichend. Diese Deutlichkeit in ihren Worten aber war dann wie ein Schlag. Das Kind hat sich von Gott abgewendet, ganz bewusst. Das Mädchen, das früher mit seinen Geschwistern Gottesdienst gespielt und „Predigten“ gehalten hatte, das gebetet und sogar Freundinnen von ihrem Glauben erzählt hatte, wollte nichts mehr von Gott wissen. Alles weg…

Michaels Tochter erklärte ebenfalls im Alter von etwa 13, 14 Jahren, dass sie nicht mehr in die Gemeinde gehen wollte. Der Glaube sei für sie eine Einbildung, sie könne das nicht für wahr halten, was in der Bibel steht.

Michael: „Ich glaube, dass das säkulare Umfeld, in dem sie sich in der Schule, im Sportverein etc. bewegte, eine wichtige Rolle bei ihrer „Entscheidung gegen den Glauben“ gespielt hat. Unter Freundinnen und Klassenkameraden gab es niemanden, der Christ ist. Der Glaube wird eher als etwas Altmodisches oder im besten Fall Exotisches wahrgenommen, das aber mit dem realen Leben nichts zu tun hat. In der kleinen Teeniegruppe in der Gemeinde hatte meine Tochter nie richtig Fuß gefasst und war eher aus Gewohnheit als aus Freude hingegangen; der „coole“ Freundeskreis war eben nicht der in der Gemeinde.“

Anna W. hat es gleich mehrfach erlebt, wie es ist, wenn Kinder nicht mehr glauben wollen. Sie selbst war erst zum Glauben gekommen, als ihre Kinder zwischen vier und elf Jahre alt gewesen waren. Sie alle besuchten dann mit ihr die Freie Evangelische Gemeinde, nahmen an Kinderstunden und Kindergottesdiensten teil, machten Glaubenskurse und wurden sogar zum Teil selbst Mitarbeiter. Drei ihrer vier Kinder entschieden sich mit der Taufe ganz bewusst für Jesus (das vierte Kind akzeptierte seine Babytaufe). Die älteste Tochter zog mit 21 Jahren aus und lebt seitdem mir ihrem Freund zusammen. Sie besuchen seit mittlerweile über 10 Jahren keine Gemeinde mehr.

Anna W: „Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass sie Jesus im Herzen haben. Auch werde ich öfter gebeten, für sie zu beten, wenn was Bestimmtest ansteht. Sie hat sich also nicht wirklich abgewandt, aber ist seit Langem ohne Gemeinschaft.“

Das zweite Kind von Anna W., ein Sohn, ging wohl der Mutter zuliebe einige Jahr noch mit in den Gottesdienst. Bedrängt hatte sie ihn aber nie. Einmal sagte er offen: „Ein Gott der zulässt, dass junge Leute an dieser Scheiß-Krankheit elend verrecken, an den will und kann ich nicht glauben!“ Ein Jahrgangskamerad von ihm war an Krebs gestorben. Auch das dritte Kind, eine Tochter, möchte keine Gemeinde mehr besuchen. Ihr viertes Kind, ein Sohn, zog bereits mit 17 Jahren von zu Hause aus.

Anna W.: „Er lebte dann mit Menschen zusammen, die gläubig waren und wo er auch mit in die Gemeinde ging. Zu der Zeit hatte ich eher den Eindruck, dass er mit Jesus nochmal richtig anfängt und „durchstartet“, wenn ich das mal so sagen darf. Vor ca. 1 Jahre meinte er dann, dass er nun Agnostiker sei.“

Die Gründe, warum Jugendliche und junge Erwachsene sich von Gott abwenden, sind vielfältig. Manchmal gibt es zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Schnitt, manchmal ist es eher ein Prozess. Häufig haben die Eltern nun Fragen, die erstmal offen bleiben.

k-IMG_20171008_100433 (2).jpg

Wie gehen Eltern damit um?

Während Manuela schon „kommen sah“, was ihr Sohn ihr dann klar mitteilte, war Michael überrascht.

Michael: „Ich war erschrocken, weil ich das nicht erwartet hatte. Und enttäuscht von mir selbst als Vater, dass ich so wenig von ihrer inneren Entwicklung mitbekommen hatte und nun „kalt erwischt“ worden war. Und ich war voller Fragen, was wir als Eltern oder ich als Vater hätte/n anders machen können, damit unsere Tochter ein anderes Bild von Gott und vom Leben mit ihm bekommen hätte. Wieso hatten wir es nicht geschafft, ihr das zu vermitteln, was uns Eltern so wichtig ist? Wo waren wir ihr dabei im Weg gestanden? Wo hatten wir nicht erkannt, dass sie auf ihrem Weg Unterstützung oder Erklärung oder Vorbild gebraucht hätte, in anderer Weise, als wir es für sie gewesen waren?“

Anna W. versuchte zunächst, für ihre älteste Tochter eine Gemeinde zu suchen, merkte aber schnell, dass sie das nervte. Es machte sie etwas traurig, doch sie akzeptierte es.

Anna W: „Beim Zweiten war ich für einen Moment innerlich etwas geschockt, denn er war ein brennender Mitarbeiter in der Kinderstunde gewesen. Gesagt habe ich damals zu ihm, dass ich ihn sehr gut verstehen kann und wenn er mag, kann ich ihm gerne mal erklären, wie ich das so sehe, warum es Leid und solche schlimmen Dinge gibt und warum ich Jesus trotzdem vertraue. Er hat dankend abgelehnt, ich möge ihn bitte mit dem „ganzen Kram“ in Ruhe lassen. Das hat mich sehr traurig gemacht, aber ich habe das respektiert und stehen lassen.“

Bei ihren jüngeren Kindern hat Anna W. mehr Gelassenheit. Sie sieht ihre drittes Kind als „im Moment auf einem anderen Weg“.  Beim vierten Kind vermutet sie eine Protesthaltung und denkt, dass ihr Sohn im Herzen genau weiß, was richtig ist.

Michael hatte noch einen anderen Gedanken: „Ich gebe es zu, damals bewegte mich neben allem auch die alberne Sorge, wie es in der Gemeinde aufgefasst werden würde. Diese Gedanken um das eigene Image konnte ich aber relativ schnell beiseite legen.“

Scham und Schuld sind Gefühle, die bei Eltern in dieser Zeit aufkommen können. Das ist durchaus normal, muss aber nicht so bleiben.

Manuela: „Ich hatte nicht das Gefühl, dass jemand in der Gemeinde mir dafür die Schuld gibt. Mir wurde eher Mitleid entgegengebracht. Geholfen hat mir, mit einer Mutter zu reden, deren Sohn schon viele Jahre ohne Glauben lebt. Ich habe gesehen, es gibt einen Weg, gut damit umzugehen und fühlte mich nicht mehr allein mit dem Thema.“

Für Michael, Anna W. und Manuela zählen also keine Äußerlichkeiten wie die Frage, was andere Menschen dazu sagen oder welches Verhalten wohl wünschenswert wäre. Es geht ihnen um die Wahrheit, die sie selbst erkannt haben und von der sich sich wünschen, dass ihre Kinder sie ebenso erkennen. Sie wollen als Eltern damit nur das Beste. Es tut weh, wenn die Kinder etwas ablehnen, was den Eltern so existenziell wichtig in ihrem Leben ist.

Manuela: „Ein Gedanke, der mich sehr beschäftigte, war, ob Gott sie jetzt fallen lassen hat. Es ist vielleicht blöd, das zu denken, aber was ist, wenn mein Kind morgen stirbt? Wird es bei Gott sein, obwohl es sich bewusst von ihm abgewandt hat? Eine Antwort hatte ich nicht, das bedrängte mich eine Zeit sehr.“

Mann am Stoppelfeld, ein Mitarbeiter berichtet, Pfadfinder, Gehorsam oder Wertevermittlung, Mein Kind glaubt nicht mehr an Gott, Loslassen

Zwischen Herausforderung und Gelassenheit

Diese Gedanken lassen sich nicht einfach wegwischen. Wenn sich abzeichnet, dass ein Kind wirklich dauerhaft ohne Gott leben will, dann stehen die Eltern vor der Herausforderung, wie sie damit umgehen und leben können. Letztlich führt kein Weg daran vorbei, die Entscheidung zu aktzeptieren.

Michael sagt, dass ihn die Fragen der ersten Zeit teilweise immer noch beschäftigen. Das führt dazu, dass er sich überlegt, wie er seine Beziehung zu Gott auch für seine Tochter sichtbar und erklärbar machen kann. Dies erlebt er durchaus als Herausforderung und er kann darin positive Aspekte entdecken. Doch er kämpft auch manchmal gegen den Gedanken, als Glaubensvorbild und -vermittler versagt zu haben.

Michael: „Ich muss mir klar machen, dass jeder Mensch ein Individuum mit eigenen Entscheidungen und als solches von Gott geliebt ist. Und es macht mich tatsächlich auch stolz zu sehen, dass meine Tochter kein Mensch ist, der aus Gehorsam und Gewohnheit Dinge tut, sondern einen eigenen Willen hat und selbstständige Entscheidungen trifft.“

Ein Mädchen springt in die Luft, Leben mit Teenager, christliche Erziehung heute, Mein Kind glaubt nicht mehr an Gott, Loslassen

Anna W. denkt manchmal darüber nach, wie es wäre, wenn auch ihre Kinder mit Jesus leben würden. Was wäre anders, wenn sie seine Hilfe, seinen Trost und Beistand erfahren könnten? Der Gedanke macht sie schon traurig. Doch sie weiß auch, dass alles nur eine Momentaufnahme ist.

Anna W.: „Selbst, wenn sie im Moment andere Wege gehen, wenn sie ihr Herz ehrlich Jesus geschenkt haben, dann wird Jesus sie eines Tags wieder zu sich ziehen. Dann sind sie gerettet für Zeit und Ewigkeit, wenn vielleicht auch durchs Feuer, wie 1. Korinther 3 es beschreibt.“

Eine Hilfe ist Anna W. auch ihre eigene Biografie. Sie selbst ist streng katholisch aufgewachsen und schon mit 17 Jahren ausgezogen. Danach ging sie selten in die Gemeinde. Ihr Ex-Mann hatte mit dem Glauben nichts am Hut, und so war auch sie viele Jahre weit weg davon gewesen. Erst durch eine Lebenskrise fand sie wieder zu Jesus.

Anna W.: „Da habe ich angefangen nach Gott zu suchen und ER hat MICH gefunden! Ich bin da meistens ganz gelassen, dass Gott zu seiner Zeit meine Kinder zu sich zurückholt, den einen vielleicht früher, den anderen später. Einige Veränderungen kann ich schon sehen…“

Anna W. lässt ihren Kindern gegenüber nie Zweifel daran, an was sie glaubt. Auch in Geburtstagskarten schreibt sie Segenswünsche, aber sonst hält sie sich zurück. In einem sind sich Michael, Anna W. und Manuela einig: Zwang führt zu nichts. Und noch eine Gemeinsamkeit gibt es: Sie beten für ihre Kinder.

große Schuhe, Vom Wert der Dinge, die wir tun, Kosten-Nutzen-Rechnungen, Hausfrau sein, Mein Kind glaubt nicht mehr an Gott, Loslassen

Für Kinder beten

Michael: „Es klingt vielleicht banal, aber mir hilft tatsächlich der Gedanke, die Angelegenheit in Gottes Hand zu legen, meine Sorge auf ihn zu werfen. Ich kann nicht die letzte Verantwortung übernehmen. Ich entscheide mich, ihm zu vertrauen und meine Hoffnungen auf ihn zu setzen. Ich liebe meine Tochter so, wie sie ist, versuche sie zu begleiten, wo sie mich lässt, und bitte Gott um seinen Segen für sie.“

Anna W.: „Für mich hatte der ganze Prozess viel mit Loslassen zu tun: Loslassen in Gottes Hand! Es sind SEINE Kinder und es ist SEINE Sache, sie zu sich zu ziehen – ich darf dafür beten.“

Alle Eltern wissen, dass die Erziehung von Kindern viel mit dem Loslassen zu tun hat. Aber wir müssen sie nicht nur beruflich oder lebensweltlich loslassen, sondern auch geistlich. Gott hat keine Enkelkinder, nur Kinder. So muss jeder muss seinen eigenen Weg gehen.

„Gute Erziehung, das ist, wenn man jahrelang konsequent daran arbeitet, verzichtbar zu sein und nicht mehr gebraucht zu werden. Schmerzärmer ist der Schöpfungsauftrag Gottes nicht.“¹ (Andreas Malessa, S. 158)

Anna W. spricht konkrete Bibelverse für ihre Kinder, besonders dann, wenn sie unruhig oder traurig ist.

Denn nur durch seine unverdiente Güte seid ihr vom Tod gerettet worden. Das ist geschehen, weil ihr an Jesus Christus glaubt. Es ist ein Geschenk Gottes und nicht euer eigenes Werk. Durch eigene Leistungen kann ein Mensch nichts dazu beitragen. Deshalb kann sich niemand etwas auf seine guten Taten einbilden. (Epheser 2, 8-9)

Denn ich urteile nach anderen Maßstäben als die Menschen. Für die Menschen ist wichtig, was sie mit den Augen wahrnehmen können; ich dagegen schaue jedem Menschen ins Herz. (1. Samuel 16, 7)

Manuela hatte kürzlich ein eindrückliches Erlebnis. Sie hat sich eine Woche lang Zeit genommen, um für ihre Tochter zu beten und zu fasten. Am vorletzten Tag begegnete ihr in verschiedenen Zusammenhängen immer wieder das gleiche Bibelkapitel. Als sie das dritte Mal am gleichen Tag vor Jeremia 31 saß, las sie das Kapitel von Anfang bis Ende und bekam von Gott ein Wort für ihren Sohn:

Doch der Herr sagt zu ihr: »Hör auf zu klagen, lass das Weinen! Du sollst deine Kinder nicht umsonst großgezogen haben; sie kehren aus dem Land der Feinde zurück. Es gibt Hoffnung für sie!«, sagt der Herr. »Deine Kinder kehren in die Heimat zurück!« (Jeremia 31, 16+17)

Manuela: „Ich weiß, Gott hört mich und meine Gebete. Ich habe einen Frieden bekommen darüber.“

Zum Weiterdenken

Vielleicht kennst du die Situation dieser Eltern. Vielleicht sind deine Kinder aber auch noch gar nicht in diesem Alter und du weißt noch nicht, wie ihr Weg sein wird. Vielleicht kannst du aus den offenen Berichten der Eltern etwas mitnehmen, das dir heute (schon) hilft.

  • Kinder im Glauben zu erziehen heißt, möglichst viel Zeit mit ihnen zu teilen. Wenn Leben und Glauben eine Einheit ist, dann sind gemeinsame Momente an sich wertvoll. Für Kinder ist es wichtig, dass die Eltern ansprechbar sind, Zeit haben für Gespräche und offen sind für ihre Gedanken. Es ist gut, wenn Kinder ihre Glaubenszweifel aussprechen dürfen, ohne dafür bewertet zu werden. Vielmehr dürften wir Eltern uns darüber freuen, wenn sie gerade mit uns darüber reden. Sie machen sich ihre eigenen Gedanken und suchen ihren eigenen Weg.
  • Kinder im Glauben erziehen heißt vor allem, Vorbild zu sein. Auch die beteiligten Eltern machen sich Gedanken über ihr Glaubensvorbild. Da ihre Kinder eine Entscheidung getroffen haben, ist es sehr gut, sich auf den eigenen Glauben zu konzentrieren und zu fokussieren. Dieses Signal wirkt vielleicht stärker und vor allem positiver auf die Kinder, als es Zwangsversuche („Du kommst mit in den Gottesdienst!“) oder eine ständige Thematisierung des Glaubens  („Lass uns nochmal darüber reden…“) jemals könnten.
  • Christliche Erziehung orientiert sich an Jesus und seinem Umgang mit Menschen. In diesem Artikel findest du auf diesem Blog mehr Gedanken dazu. Die Blogparade „Christliche Erziehung“ heute bietet eine Fülle weiterer Aspekte zu diesem Thema.

Vater zeigt dem Sohn etwas, Familie, Erziehung, Vom Wert der Dinge, die wir tun, Kosten-Nutzen-Rechnungen, Hausfrau sein, Mein Kind glabut nicht merh an gott, Loslassen

„Die Kinder lesen die Bibel am Leben der Eltern, bevor sie selbst lesen können.“² (Wilhelm Faix, S. 160)

  • Schuldgefühle sind ein Stück weit normal, aber wir sollten dort nicht stehen bleiben. Elterliche Sorge kann sich auch in Schuldgefühle beim Kind umwandeln. Als Eltern haben wir sicherlich alle Fehler gemacht, aber wir haben auch jemanden, zu dem wir die Schuld und auch all unsere Sorge bringen können. Wir müssen unsere Kinder damit nicht belasten.  Im besten Fall gelingt es uns, unsere Kinder nicht mit „Abschirmpädagogik“ (vgl. Wilhelm Faix, S. 163) groß werden zu lassen, sondern den Glauben positiv und offensiv zu leben und sie vertrauensvoll in die Freiheit zu entlassen.

Deine

Martha vom Blog FamilienLeben mit Gott

Danksagung

Die Namen der Eltern sind zum Teil Pseudonyme. Ich bedanke mich sehr bei allen Beteiligten für ihre Offenheit. Dieses Thema liegt mir (auch durch eigenes Betroffensein) sehr am Herzen. Ich bete dafür, dass diese Erfahrungen anderen Eltern helfen und sie ermutigen.

In der kommenden Zeit möchte ich Bibelverse sammeln, die ihr für eure größer werdenden Kinder betet. Schreibt gern in die Kommentare oder schickt mir eine Mail zu dem Thema. Vielleicht kann ein (privater) Austausch zum Thema „Mein Kind glaubt nicht mehr an Gott“ entstehen.

Quellen:

¹ Andreas Malessa: „Deiner Mutter bricht das Herz!“ Wenn Kinder nicht mehr gläubig leben. Seite 153 – 159. In: Faix, Tobias/ Hofmann, Martin/ Künkler, Tobias (2015): Warum wir mündig glauben dürfen Wege zu einem widerstandsfähigen Glaubensleben. Witten: SCM Verlag.

² Wilhelm Faix: Kinder im Glauben erziehen. Seite 160-172. In: Faix, Tobias/ Hofmann, Martin/ Künkler, Tobias (2015): Warum wir mündig glauben dürfen Wege zu einem widerstandsfähigen Glaubensleben. Witten: SCM Verlag.

____________________

Zum Weiterlesen:

Faix, Tobias/ Hofmann, Martin/ Künkler, Tobias (2014): Warum ich nich mehr glaube. Wenn junge erwachsene den Glauben verlieren. Witten: SCM Verlag.

In diesem Buch werden verschiedene Biografien beispielhaft dargestellt und Leitmotive herausgearbeitet. Es basiert auf einer Studie des Instituts empiriva für Jugendkultur und Religion und bietet interessante Erkenntnisse.

Faix, Tobias/ Hofmann, Martin/ Künkler, Tobias (2015): Warum wir mündig glauben dürfen. Wege zu einem widerstandsfähigen Glaubensleben. Witten: SCM Verlag. 

Dieses Buch führt das Thema des ersten Buches weiter, indem es danach fragt, was Familien und Gemeinden tun können, um Menschen zu unterstützen. Es gibt Beiträge namenhafter Autoren und Experten dazu.

Das erste Buch empfehle ich allen, die den Weg von jungen Erwachsenen, die nicht mehr glauben, besser verstehen wollen. Das zweite Buch empfehle ich allen, die sich praktische Tipps für Familie und Gemeinde wünschen.

Ein Buchtipp dazu von Tina vom Blog „Ozean der Gedanken“:

Bisset, Tom: Warum jemand nicht mehr glauben kann.

Advertisements

15 Kommentare zu “Mein Kind glaubt nicht mehr an Gott

  1. Liebe Martha! Der Artikel zum Hören klingt super! Dein Beitrag hat mich sehr berührt. Bin selbst betroffen mit meiner ältesten Tochter ( 15). Es ist sehr schwierig und das was mir hilft ist immer wieder für sie zu beten und vor allem meine Sorge Gott abzugeben und sie in seine Hände geben. Ich bin mir auch sicher, dass Gott sie nicht fallen lässt sie später wieder zum Glauben zurückfinden wird. Gott hat viele Wege. Die Idee eine Woche zu fasten und zu beten finde ich gut. Ich überlege, das mal umzusetzen. Vielen Dank für die Lebensberichte und Ermutigungen! Gottes Segen auch für dich und deine Familie deine Ulrike

  2. Ein sehr guter Beitrag der eine Herausforderung anspricht, die viele Eltern kennen. Ich habe 3 Kinder, die beiden Ältesten sind Erwachsen und stehen seid Jahren vom im „christlichen Saft“ ;-), haben eine lebendige Beziehung zum Herrn und sich schon im Altern von 7 und 8 entschieden. Mein Jüngster entschied sich eigentlich mit 11 Jahren, aber sieht es jetzt nicht als „richtig“ an. Er steckt jetzt mit 14 in der Pupertät und hinterfragt schon länger alles. Er ist ein Kopfmensch und kann Gott mit seiner Logik nicht gut genug erfassen. Dazu kommt das kurz nach seiner „Entscheidung“ mit 11 sein Freund mit 11 Jahren einfach im Schlaf starb. Das war sehr schlimm für ihn und ich denke auch mit Verantwortlich für seine Zweifel. Ich bete oft für meine Familie und immer wieder besonders (auch im Rahmen meiner Freundinnen) . Natürlich dann auch dafür das Jesus sich meinem Sohn in ganz besonderer Weise offenbart. Danke für deinen Beitrag! Herzliche Grüße, Sandra aus dem Sommerzimmer

    • Liebe Sandra, vielen Dank, dass du deine Erfahrungen hier geteilt hast. Ich bete auch für meine Kinder in einer Müttergebetsgruppe (Moms in Prayer), das wird mir immer wichtiger, je älter sie werden. Ich wünsche Dir und Deiner Familie Gottes Segen, liebe Grüße, Martha

  3. Liebe Martha,
    ich habe letztes Jahr ein interessantes und absolut ermutigendes Buch zu dem Thema gelesen.
    „Warum jemand nicht mehr glauben kann“.
    Da hat jemand sich die Mühe gemacht und viele Leute interviewt, warum sie nicht glauben oder den Glauben verloren haben.
    https://www.amazon.de/Warum-jemand-nicht-mehr-glauben/dp/3893979719/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1515160553&sr=8-1&keywords=Warum+jemand+nicht+mehr+glauben+kann
    Wirklich gut herausgearbeitet, dass viele als Kinder in gläubigen Elternhäusern groß wurden auch oft zurück zum Glauben finden…
    Liebe GRüße,
    Tina

    • Liebe Tina, vielen Dank für diesen Buchtipp! Das werde ich gleich noch im Text ergänzen, klingt sehr interessant… Ich glaube auch, dass wir unseren Kindern Wurzeln geben konnten. Mir fällt da Philipper 1,6 ein: „Ich bin ebenso in guter Zuversicht, dass der, der ein gutes Werk in euch angefangen hat, es vollenden wird bis auf den Tag Christi Jesu.“ Liebe Grüße, Martha

  4. Pingback: Mein Kind glaubt nicht mehr an Gott | Christliche Blogger Community

    • Vielen Dank! Dieser Artikel hat mich länger beschäftigt… Die Hörversion war jetzt mal als Experiment gedacht, danke auch hier für die Rückmeldung 😉 Gesegnetes neues Jahr und liebe Grüße von Martha

      • Danke gleichfalls ein glückliches 2018! Mögen Deine Wünsche in Erfüllung gehen. Und mögen unsere Weltenbummler es bald zurück auf den guten Weg schaffen. LG! 🌺

  5. Pingback: Beten mit Bibelversen (1) – FamilienLeben mit Gott

  6. Wie schlimm, mein Kind glaubt nicht mehr an Gott, ja und?
    Jeder hat seine eigenen Ansichten und kein Grund so ein Drama draus zu machen. Wenn es hieße, mein Kind mag keine Videospiele wär das gut, aber wehe Religion wird abgelehnt, das ist ein Weltuntergang.

    Religion hat einfach viel zu viel Bedeutung.

    • Liebe Heidin, natürlich darf jeder seine eigenen Ansichten dazu haben. Und genau aus diesem Grund habe ich christliche Eltern nach ihren Ansichten gefragt… Ich denke, der Artikel macht deutlich, was daran „schlimm“ für die Eltern ist, oder anders ausgedrückt, was ihre Sorgen und Nöte sind, aber auch ihre Erfahrungen und Hoffnungen. Meine Absicht war, subektive Sichtweisen nebeneinander zu stellen. Wenn du den Artikel gelesen hast, dann siehst du sicherlich auch, dass es von den Eltern eben NICHT als Weltuntergang empfunden wird… Und zur Frage nach der Bedeutung: Es ist so wie mit dem Schatz im Acker in der Bibel, der so wertvoll war, dass der Mann in seiner Freude dafür alles verkaufte, was er hatte. Wer so einen wertvollen Schatz gefunden hat, der wünscht sich das natürlich auch für das Liebste, was er hat, also für seinen Partner und seine Kinder… Das hat jetzt weniger etwas mit Religion zu tun, als mehr mit Glauben… Jesus hat in meinem Leben nicht zu viel Bedeutung. Was er für mich getan hat, übersteigt sogar all mein Verstehen und ist bedeutender als meine gesamte Person. S
      o seh ich das 🙂 Liebe Grüße, Martha

  7. Hallo Lieber Leserin und Leser,

    ich selber bin froh das ich nicht in einer Religiösen Familie aufgewachsen bin, den somit wurde ich nicht schon als Kind geprägt an Menschlichen Rituale, ich konnte mich selber entscheiden wie ich leben möchte mit Gott oder ohne Gott und Gott hat uns Menschen nie versprochen das dass Leben hier auf Erden gut und gemütlich ist, das wird vermutlich erst im Himmel sein wenn man eintreten darf.

    Ich halte nichts davon nur an Gott zu glauben weil man das Ewige Leben bekommt das ist falsch das ist genauso falsch als würde man seinem Kind sagen es soll das Zimmer aufräumen dafür würde es eine Belohnung bekommen daher räumt das Kind sein Zimmer auf und wartet dann auf die Belohnung aber es hat nicht verstanden weshalb es gut ist sein Zimmer aufzuräumen.

    Es ist normal das Kinder den Glauben verlieren es kann sein das dies in Ihrer Entwicklung gut tut auch wenn man es nicht verstehen kann den nicht alle Kinder werden es tun, aber es kann passieren den Gott hat uns den Eigenen Willen gegeben zu entscheiden, natürlich hat das Umfeld viel damit zu tun, wär meint das die ganzen Menschen Christen sind der belügt sich selbst. Es ist falsch als Eltern zu glauben das man was falsch gemacht hat Ihr habt das beste getan aber die Entscheidung bei Gott zu bleiben liegt bei Euren Kinder, sie sind aber dennoch Eure Kinder und sollten es immer bleiben bettet weiter den Irgendwann kann es sein das dein Kind wieder zurück kehrt weil es was gelernt hat in der Weltlichen Welt, das sie nichts wert ist.

    Nun zu mir nochmals, ich selber kann kein Zeugnis geben weshalb ich versuche mit Gott zu leben aber aus Erinnerungen in meiner Kindheit gibt es mehr als nur das hier, für mich gab es immer Gott schon, natürlich wurde auch ich geprägt in meiner Schule also es kann keiner Erzählen in unsrigen Nation das Er oder Sie nie was gehört hat von Gott und seinem Sohn.

    Auch ich habe vieles schon Erleben müssen Krankheit und Tod ist für mich nichts Neues aber nur mit Gott kann ich dies besser verkraften ich hoffe nur das ich mich von Gott nie abwenden werde den dies ist schnell passiert, schneller als es einem Lieb sein kann.

    Aber wie soll ein Kind damit klar kommen wenn der Liebste Mensch nicht mehr da ist und Gott nichts dagegen unternommen hat, diesen Menschen vor dem Tod oder Krankheit zu verschonen
    das ist zu viel verlangt egal wie Alt das Kind ist, sein Herz kann dies nicht verstehen und schon garnicht sein Verstand.

    Und nun zum Schluss liebe Eltern verzweifelt nicht wenn dein Kind sagt
    „Ich glaube nicht mehr an Gott“ bettet dafür das dein Kind zurück kehrt zu Gott und wenn es Jahre dauert Irgendwann könnte sein das Gott dein Gebet erhören wird.
    Liebe grüße Daniel

  8. Pingback: Im vollen Alltag zur Ruhe kommen – VollkommenBesonders

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s