Der Vater, der Sohn, der Heilige Geist… und ich

Dreieinigkeit oder was?

Es ist ja schon recht rätselhaft mit dieser sogenannten Trinität (Dreieinigkeit). Obwohl wir an einen Gott glauben, sprechen wir in dreifacher Weise von ihm. Gott, der Vater, Jesus, der Sohn und der Heilige Geist.

Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes… (Matthäus 28, 19 Übersetzung: Luther)

Fällt es dir leicht, das zu verstehen und anzunehmen, damit umzugehen und täglich mit diesem „3in1“-Gott zu leben? Ich bin mal ehrlich: Ich finde das manchmal alles gar nicht so klar und eindeutig. Das fällt mir zum Beispiel dann auf, wenn mein Kind mich genau nach diesem Thema fragt und ich „Trinität für Kids“ erklären soll. Da muss ich erstmal nachdenken, wie man das greifbar machen kann…

Muntermacher am Montag, Vater, Sohn und heiliger Geist, Dreieinigkeit

Eine Erklärung wäre, sich Gott als „drei Gesichter Gottes“ vorzustellen. Aber trifft es das? Oder man hilft sich mit diesem Modell: Gott ist wie Wasser. Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist sind so wie Eis, flüssiges Wasser und Wasserdampf. Verschiedene Erscheinungsformen ein und derselben Sache…

Ich persönlich finde die Veranschaulichungen gar nicht schlecht. Sie machen Unfassbares ein Stück fassbarer und Bilder können hilfreich sein. Dennoch glaube ich, dass wir uns mit unseren menschlichen Modellen allerhöchstens an das Geheimnis Gottes annähern können. Es gibt auch den Einwand, dass die Bibel an keiner Stelle von „Dreieinigkeit“ spricht. Trinität ist ein Modell, dass Menschen sich anhand der Bibel überlegt haben.

Trotzdem darf ich über die Größe Gottes mit allem, was mir vielleicht noch verborgen ist, staunen. Ich kann glauben, obwohl ich nicht alles erklären kann. Ja, die Einheit von Vater und Sohn und die Verbindung durch den Geist übersteigt meine menschliche Vorstellungskraft. Unser Denken und Verstehen ist bruchstückenhaft. Das ist okay so.

Jesus spricht: „Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben. Ich und der Vater sind eins.

(Johannes 10, 30 Übersetzung: Elberfelder, Hervorherung von mir, )

Gott ist ganz anders als diese Welt, er ist machtvoller Geist, und alle, die ihn anbeten wollen, müssen vom Geist der Wahrheit erfüllt sein.

(Johannes 4, 23-24, Übersetzung: Gute Nachricht)

Ich persönlich finde ja, dass das Wort „Dreieinigkeit“ eine sehr schöne Wortschöpfung ist. Und Gottes Handeln durfte ich doch selbst schon erfahren. Als liebevoller Vater, als Sohn, der alles für mich gegeben hat und als Heiliger Geist, der mich führt, tröstet und mir Kraft gibt. Man könnte sagen, Gott ist uns auf vielfältige Weise nah.

Und wenn Gott mir fremd bleibt?

Doch kürzlich ist mir etwas aufgefallen. Instinktiv wende ich mich oft „einem bestimmten göttlichen Teil“ zu, wenn ich bete. Das geht dir vielleicht auch so. Daran ist auch überhaupt nichts falsch. Es ist eigentlich nicht so wichtig, denn ich bete damit immer zu Gott in seiner Ganzheit. Wenn du dir die Frage stellst, zum wem du eigentlich beten sollst, kannst oder darfst, dann möchte ich dir Mandys Artikel auf ihrem Blog „gekreuzsiegt“ ans Herz legen.

Ich möchte dich aber dafür sensibilisieren, dass manche Menschen mit einem „Aspekt Gottes“ ein Problem haben könnten. Wenn das bei dir der Fall ist, dann frag Gott mal, warum eigentlich. Manchen fällt es schwer, Gott als Vater zu sehen, weil sie ein Problem mit ihrem menschlichen Vater oder Männlichkeit allgemein haben. Andere tun sich schwer mit Jesus, der irgendwie zugleich Mensch und Gott sein soll und doch nicht sichtbar ist für uns. Möglicherweise fällt es dir schwer zu glauben, dass dir durch Jesus wirklich alles aus deinem Leben restlos vergeben ist. Oder vielleicht findest du Gemeinschaften, die das Wirken des Geistes betonen und dir fremde Anbetungsformen haben, ziemlich seltsam?

An welcher Stelle ist dein „schwacher Punkt“? Wenn du – wie ich – einen hast, dann möchte ich dich herausfordern, dich dem zu stellen. Ich habe das gemacht und kann sagen, dass ich eine Antwort bekommen habe, wo die Ursachen liegen. Ein erster Schritt!

Muntemacher am Montag, Vater, Sohn und heiliger Geist, Dreieinigkeit

Lege vor Gott im Gebet hin, wo du ein Problem siehst und bitte ihn um Führung. Strecke dich aus nach Erfahrungen mit dem Vater, dem Sohn, dem Heiligen Geist, je nachdem, wo es dir mangelt. Sei aufmerksam in deinen Gebeten, bitte Gott um Weisheit und neue Erfahrungen, suche in seinem Wort nach den Bibelstellen, die deinen „wunden Punkt“ ansprechen und sprich mit jemandem darüber… Vielleicht findest du weitere Ideen in meinem Artikel über Vertrauen und Zweifel. Gott wird dir auf eine persönliche Art und Weise begegnen, so wie du es brauchst.

Egal, wie klein mein Glaube ist, egal wie viel ich vom Kopf her verstanden habe, Gott hat mir schon die ganze Fülle geschenkt. Aber ich darf weiter wachsen im Glauben. Gott ist der Gleiche gestern, heute und morgen, aber ich darf ihn immer wieder neu kennen lernen und erfahren, von ganz unterschiedlichen Seiten her. Väterlich, mütterlich, brüderlich, könglich, als Kraft, Liebe, als Gegenüber, als Lehrer, als Tröster, Befreier, Ermutiger…

mein Freudeschenker,
mein Heimatgeber,
mein Glücklichmacher,
und mein Schuldvergeber,
mein Friedensbringer,
und mein Worteinhalter,
mein Liebesspender
bist DU

(aus dem Lied „Du tust“ von Tobi Wörner)

Vater, Sohn und Heiliger Geist – Gott in mir

Vater-Impulse

Das Vaterunser mal in einer anderen Übersetzung:

Unser Vater im Himmel! Mach deinen Namen groß in der Welt.

Komm und richte deine Herrschaft auf. Verschaff deinem Willen Geltung, auf der Erde genauso wie im Himmel.

Gib uns, was wir heute zum Leben brauchen.

Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir allen vergeben haben, die an uns schuldig geworden sind.

Lass uns nicht in die Gefahr kommen, dir untreu zu werden, sondern rette uns aus der Gewalt des Bösen.

Wenn ihr den andern vergebt, was sie euch angetan haben, dann wird euer Vater im Himmel euch auch vergeben.

Wenn ihr aber den andern nicht vergebt, dann wird euer Vater euch eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

(Matthäus 6, 9-15)

Ein Buchtipp – vor allem für Männer, aber nicht nur… Die starke Geschichte eines Mannes, der eine schwere Kindheit hatte und seinem Vater vergeben konnte.

„Vatersehnsucht“ von Michael Stahl

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn ist übrigens meine Lieblingsbibelgeschichte. Hier schrieb ich in den „Muntermachern“ darüber.

Jesus-Impulse

Gebt Acht, dass euch niemand mit der leeren Vorspiegelung einfängt, euch die wahre Religion zu bringen. Das beruht doch alles auf Menschenlehren und hat nur mit den kosmischen Mächten zu tun, aber nicht mit Christus. In Christus wohnt wirklich und wahrhaftig die Heilsmacht Gottes in ihrer ganzen Fülle, und durch ihn wird euch die Fülle des Heils zuteil, nicht durch irgendwelche anderen Mächte. Denn Christus ist das Oberhaupt jeder Macht und Gewalt im ganzen Kosmos.

(Kolosser 2, 9+10, Übersetzung: Gute Nachricht, Hervorherung von mir)

Jesus spricht: Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Weingärtner. […] Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.

(Johannes 15,5 Übersetzung: Elberfelder, Hervorhebung von mir)

… und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir…

(Galater 2, 20 Übersetzung: Elberfelder)

Geist-Impulse

Die Gewissheit eurer Rettung sei euer Helm und das Wort Gottes das Schwert, das der Geist euch gibt. Betet dabei zu jeder Zeit und bittet Gott in der Kraft seines Geistes.
(Kolosser 6,18 Übersetzung: Gute Nachricht)

Wisst ihr nicht, dass ihr als Gemeinde der Tempel Gottes seid und dass der Geist Gottes in euch wohnt? Wer den Tempel Gottes zugrunde richtet, wird dafür von Gott zugrunde gerichtet. Denn der Tempel Gottes ist heilig, und dieser Tempel seid ihr.

(1. Korinther 3,16+17 Übersetzung: Gute Nachricht)

Im Zusammenhang mit Pfingsten schrieb ich hier in den „Muntermachern“ über Wiedergeburt und den Heiligen Geist.

Unsere HOffnung aber wird uns nicht enttäuschen. Denn dass Gott uns liebt, das ist unumstößlich gewiss. Römer 5,4

SEine Liebe ist ausgegossen in unsere Herzen, durch den heiligen Geist, den er uns geschenkt hat. Römer 5,5

Ich wünsche Dir eine wunderbaren Wochenstart…

Deine

Martha vom Blog FamilienLeben mit Gott

Dieser Artikel ist ein Beitrag aus der Reihe Muntermacher am Montag“.

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