Gottes Handschrift

Einmal in der Woche treffe ich mich mit anderen Müttern zum Gebet für unsere Kinder und deren Schulen. Eine andere Mama ist seit etwa 2 Jahren dabei. Kürzlich unterhielten wir uns über unsere Herkunft. Wir staunten nicht schlecht, als wir feststellten, dass sie in der gleichen Stadt geboren wurde wie mein Mann. Es ist eine etwa 200 km entfernte Kleinstadt, deren Namen hier kaum jemand kennt. Heute gibt es dort nicht einmal mehr eine Krankenhaus. Es ist schon interessant, dass wir uns länger kannten ohne dieses Detail voneinander zu wissen. Seltsam, dass wir nie vorher über unsere Herkunft geredet hatten…

Muntermacher am Montag, Gottes Handschrift in meinem Leben

Beim letzten Gebetstreffen fragte eine neue Mama, wie wir uns eigentlich bekehrt haben. Nacheinander berichteten wir und waren ganz berührt von den Geschichten der anderen. Wir konnten nur staunen, welche Wege Gott findet, um Menschen zu rufen. So etwas können wir selbst gar nicht machen. Nicht bei uns – und auch nicht bei unseren Kindern. Natürlich wünschen wir uns alle, dass sie mit Jesus gehen wolle. Aber Gott hat keine Enkelkinder. Die Wege der anderen machen uns Mut, dass es für Gott keine ausweglosen Situationen und keine zu großen Entfernungen gibt. Obwohl wir schon länger zusammen beten, hatten wir noch nie über unsere Bekehrung gesprochen.

An diesem Tag staunte ich sogar über meine eigene Geschicht so, als hörte ich sie zum ersten Mal. Ich habe immer gedacht, dass ich gläubig bin ohne ein besonderes Bekehrungserlebnis gehabt zu haben. Viel mehr war es eine Zeitspanne, in der ich Gott immer näher kam. Es begann damit, dass ich mit ungefähr 16 Jahren die Bibel prüfen wollte. „Entweder das ist alles Blödsinn, was darin steht – oder die reine Wahrheit.“ Ich wusste immer, dass es da keine „Zwischenlösung“ gibt… Entweder – oder. Ich durfte dann erkennen, dass Jesus mein Retter ist. Das geschah ganz unspektakulär und ohne Blitz vom Himmel oder ähnliches 🙂

Gottes Handschrift in meinem Leben, Muntermacher am Montag

Vor nicht allzu langer Zeit fand ich zwischen Kinderbildern von mir einen Zettel. Es war ein Übergabegebet mit Datum und Unterschrift. Von mir mit 11 Jahren! Ich staunte nicht schlecht, denn ich kann mich wirklich überhaupt nicht daran erinnern. Dafür weiß ich noch gut, dass ich mich in meiner Jugendzeit bewusst von Gott abgewendet habe. Ich wollte ohne ihn leben und meine eigenen Wege gehen. Nah am Abgrund fand ich es besonders spannend. Ich wusste es nicht, doch in Wirklichkeit hielt Gott mich in dieser Zeit fest. Ich lehnte ihn ab, aber er war nie weg. Diese Erkenntnis beim Lesen des Gebets durchdrang mich zutiefst. Meine Mitbeterinnen waren ebenfalls berührt von dieser Geschichte. Wie war das nochmal mit dem spektakulären Erlebnis?

„Gott schreibt auch auch krummen Zeilen gerade.“ (Paul Claudel)

In Gottes Gegenwart können wir tatsächlich Wunder im Alltäglichen erkennen. Gottes Handschrift in meinem, in deinem Leben… Lebenslinien. Vielleicht sollten wir häufiger genau darüber reden? Wann hast du zum letzten Mal darüber gesprochen, wie du zu Gott gefunden hast? Hast du es schon einmal deinen Kindern erzählt? Ich tat dies erst, als mein großer Sohn mich ausdrücklich danach fragte. Und wunderte mich, dass wir zuvor nie darüber geredet hatten…

„Gott selbst hat euch dazu berufen, für immer mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn, verbunden zu sein, und er ist treu: Er steht zu seinem Wort.“

(1. Korinther 1,9 Übersetzung: Gute Nachricht Bibel)

Und doch bleibt er treu, auch wenn wir ihm untreu sind, denn er kann sich selbst nicht untreu werden. 1. Timotheus2, 13 Muntermacher am Montag, Gottes Handschrift, ErmutigungGültig zu jeder Zeit. Jesus Christus war, ist und bleibt derselbe.

(siehe Hebrärer 13,8)

Es ist durchaus möglich, dass wir manches Wunder erst im Rückblick als Spuren Gottes in unserem Leben erkennen können…

„Doch Segen soll über alle kommen, die allein auf mich, den Herrn, ihr Vertrauen setzen! Sie sind wie Bäume, die am Wasser stehen und ihre Wurzeln zum Bach hin ausstrecken. Sie fürchten nicht die glühende Hitze; ihr Laub bleibt grün und frisch. Selbst wenn der Regen ausbleibt, leiden sie keine Not. Nie hören sie auf, Frucht zu tragen.“

(Jeremia 17, 7-8 Übersetzung: Gute Nachricht Bibel)

Ich wünsche dir einen schöne Montag und morgen einen schönen Reformationstag.

Deine

Martha vom Blog FamilienLeben mit Gott

Dieser Artikel ist ein Beitrag aus der Reihe „MUnTermacher am Montag“.

 

 

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2 Kommentare zu “Gottes Handschrift

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