Vertrauen und Zweifel

Mit Zweifeln leben

Ich glaube an Gott. Aber manchmal habe ich Probleme damit, Gott zu vertrauen. Meint er es wirklich gut mit mir – und mit anderen? Warum passieren zum Beispiel schlimme Dinge? Warum beten wir manchmal wieder und wieder für die gleiche Sache und scheinbar passiert nichts?

Jeder kennt wahrscheinlich Zeiten, in denen er stärker zweifelt. Doch nicht jeder zeigt seine Zweifel offen. In Wirklichkeit sind Zweifel aber normaler, als wir manchmal meinen.

Wir können auch mit Zweifeln leben. Aber wir dürfen unseren Zweifeln Gottes Wort entgegenstellen. Uns regelrecht auf Gottes Wort stellen, es für uns in Anspruch nehmen, Gott darauf „festnageln“. Du hast es gesagt, Gott, deine Zusage gilt – unter allen Umständen –  auch für mich…

Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Hebräer 10, 35 MUnTermacher am Montag, Vertrauen und Zweifel

Das Vertrauen auf Gott stärken

Ich bin keine Theologin, aber ich habe gelesen, dass man das griechische Wort für „Glaube“ auch mit „Vertrauen“ oder „Treue“ übersetzen kann. Interessant…

„Gott zu glauben bedeutet, ihm sein Vertrauen zu schenken und den Aussagen der Bibel zuzustimmen, indem man sein Leben darauf baut.“

(Carsten „Storch“ Schmelzer, S. 178)

Und es gibt tatsächlich Dinge, die uns helfen, unser Vertrauen zu stärken…

Das Vertrauen auf Gott stärken durch Gemeinschaft

Denn wo zwei oder drei in meinem Namen zusammenkommen, da bin ich selbst in ihrer Mitte.

(Matthäus 18, 20 Übersetzung: Gute Nachricht Bibel)

Es ist gut, eine Gemeinde zu haben. Und/ oder eine Gruppe. Und/ oder einen Gebetspartner. Vielleicht hast du Lust in die Kommentare zu schreiben, wo du Gemeinschaft findest… Besonders das Thema „Zweierschaft“ beschäftigt mich persönlich gerade.

Das Vertrauen auf Gott stärken durch Gebet

„… schütte dein Herz aus vor dem Herrn wie Wasser.“

(Klagelieder 2, 19 Übersetzung: Luther Bibel)

Manchmal warten wir darauf, dass wir endlich genug Zeit zum Beten und Bibellesen haben. Und dann gibt es diese Zeit vielleicht nicht. Wir dürfen einfach, kurz und oft beten. Gott weiß, was uns bewegt. Große Worte sind nicht nötig. Auch ein „Hilf mir!“ ist schon ein Gebet. So ein Gebet ist wie eine „Nabelschnur“ zu Gott.

Lasst nicht nach im Beten, werdet nicht müde darin und tut es immer mit Dank.

(Kolosser 4, 2 Übersetzung: Gute Nachricht Bibel)

Das Vertrauen auf Gott stärken durch sein Wort

Ähnlich verhält es sich mit dem Bibellesen. An manchen Tagen ist es „nur“ die Losung oder ein einzelner Vers. Manchmal lese ich zum Frühstück, Mittag und Abendessen einfach das gleiche Wort. Seit einiger Zeit lese ich mehr in der Bibel, morgens ein Kapitel im Neuen Testament, abends etwa zwei bis drei im Alten Testament. Ich staune, dass man gar nicht so viel Zeit braucht, um auf diese Weise in einem Jahr die Bibel einmal zu lesen. Von meinen Erfahrungen werde ich dann im nächsten Jahr berichten 🙂 Was ich aber schon sagen kann: Das ist echt lohnenswert… Wo ist in deinem Tag der Platz für Gottes Wort? Vielleicht möchtest du deine Erfahrungen in den Kommentaren weitergeben.

Das Vertrauen auf Gott stärken durch Glaubensschritte

Gottes Treue lässt sich überprüfen. Wenn wir (noch) Angst vor großen Schritten haben, dann dürfen wir auch kleine Glaubensschritte gehen und testen, ob Gott mitgeht. Oft haben diese Schritte mit Loslassen zu tun. Ich spüre, wie Gott an mir arbeitet, dass meine Schritte größer werden… Vielleicht ermutigt es dich auch, von den Erfahrungen anderer mit Glaubensschritten zu lesen oder zu hören.

Gott zu suchen im Gebet, in seinem Wort und in der Gemeinschaft bedeutet vor allem, seine Nähe zu suchen.

Naht euch zu Gott, so naht er sich euch.

(Jakobus 4, 8 Übersetzung: Luther Bibel)

Vertrauen verändert

Wenn wir uns im Vertrauen üben, macht Gott uns stark gegen Anfechtung. Auch das sagt er uns zu:

Vor allem haltet das Vertrauen auf Gott als einen Schild vor euch, damit ihr alle Brandpfeile des Satans abfangen könnt.

(Epheser 6, 16 Übersetzung: Gute Nachricht Bibel)

Mir gefällt dieses kraftvolle Bild.

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„Passivität gegenüber dem Bösen ist keine christliche Einstellung.“

(Carsten „Storch“ Schmelzer, S. 182)

Gottvertrauen ist eine Investition in die Zukunft. Wir haben ein Ziel, eine Richtung und festen Boden unter den Füßen. Unabhängig davon, was um uns herum passiert. Vertrauen ist auch eine Entscheidung. Gott macht uns Mut dazu.

„Glaube bedeutet auch, an etwas Erkanntem stetig und durch alle Höhen und Tiefen hindurch festzuhalten.“

(Carsten „Storch“ Schmelzer, S. 178)

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Ich wünsche Dir wundervollen Montag in Gottes Nähe,

Deine

Martha vom Blog FamilienLeben mit Gott

Dieser Artikel ist ein Beitrag aus der Reihe MUnTermacher am Montag“.

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Zum Weiterlesen (und Quelle der Zitate von Carsten „Storch“ Schmelzer):

Carsten „Storch“ Schmelzer (2013): Heilung. Was wir glauben und erwarten dürfen. SCM-Brockhaus.

Zum Weiterhören:

Predigt zum Thema „Umgang mit Zweifeln“ von Hans Peter Royer

 

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14 Kommentare zu “Vertrauen und Zweifel

  1. Liebe Martha, mir hilft bis heute die hebräische Bedeutung für „Glauben“, was für mich bis da eher eine kopflastige Sache war. „Vertrauen“ ist immer auf eine Person bezogen, die Beispiele dafür sind Pflege-Vater, Pflege-Mutter, Krankenpflegerin… (http://www.biblestudytools.com/lexicons/hebrew/kjv/aman.html) Dass die Person (Jesus!) ins Spiel kommt, hat meinen Glauben – ich meine natürlich, mein Vertrauen 🙂 – total geprägt. Liebe Grüsse, Sonja

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  2. Was für tolle Gedanken und absolut zum nachdenken!
    Ich bin auch oft über mich wütend und enttäuscht, wenn ich wieder mal zugeben muss, wie ich Gott misstraue und einfach nicht 100% vertraue. Nie offensichtlich, aber es kommt doch immer wieder raus!
    Und das obwohl Gott schon soooo oft in meinem Leben Gnade, Schutz und Kraft bewiesen hat.
    Danke für diesen supertollen Beitrag!
    Liebe Grüße,
    Tina

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    • Liebe Tina, das freut mich sehr, dass dich der Beitrag angesprochen hat… Das war unser Thema neulich beim Frauengebetstreffen. Ich denk mir: Keiner von uns ist perfekt, jeder hält Gott doch nur seine 5 Brote und 2 Fische hin – und er macht was draus… Liebe Grüße, Martha

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  3. Liebe Martha, das Zitat aus den Klageliedern hat was in mir berührt: das Herz ausschütten vor Gott, wie Wasser! Für uns als Paar ist die Geschichte von Kana wichtiggeworden – wo aus Wasser Wein wird! Jesus hat die Kraft, unser Klagen, Zweifeln, Weinen – unser Wasser – zu verwandeln. Halleluja!

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    • Dieses Zitat aus den Klageliedern ist mir das erste Mal bewusst begegenet in meiner „Moms in Prayer“ Gruppe, da ist das nämlich der Leitvers… Die Geschichte von Wasser und Wein ist für mich persönlich auch mal wichtig geworden. Ich erinnere mich aber nur dunkel… das war auf der Kur! Ich geh mal Tagebuchstöbern 🙂 Das aus den Klageliedern ist wirklich ein sehr berührender Vers, lies ihn mal im Zusammenhang… Ich dachte dabei gerade auch an die Kinder auf deiner Reha, für die du um Gebet gebeten hast. Liebe Grüße, Martha

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  4. Vertrauen auf Gott durch Gemeinschaft ist eine tolle Sache. Ich kenne es von mir, dass ich ohne meine Jugend keine ständige Beziehung zu Gott hätte. Dennoch hat ja jeder eine individuelle Beziehung zu ihm. Nur leider vergesse ich das oft im Alltag.

    Grüße, Jason

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