Veröffentlicht in Allgemein, Kirchenjahr und Jahreslauf, MUnTermacher

Von der dunkleren Zeit und vom Gebet

Das Wetter zeigt uns schon seit einiger Zeit, dass der Herbst vor der Tür steht. Wie in jedem Jahr macht mich das wehmütig. Stück für Stück wird es kühler, wolkiger, dunkler werden. Für unsere ganze Familie ist das eine Umstellung. Noch sitzen wir zu einzelnen Mahlzeiten auf der Terrasse, manchmal schon mit Jacken. Doch nicht mehr lange, dann spielt sich das Leben wieder vermehrt drinnen, im Haus, ab. Man ist enger beisammen und abends wird der Ofen angeschürt. Das hat eine Gemütlichkeit, die mich tröstet. Noch sehne ich mich nicht wirklich danach, aber ich will sie genießen, wenn es soweit ist.  Vielleicht hast du in dieser Zeit auch das Bedürfnis, deinen Blick mehr nach innen zu richten. Was braucht deine Seele?

Lagerfeuer

Das Erntedankfest ist eine wunderbare Gelegenheit, die Früchte – nicht nur die des Feldes – zu betrachten und dankbar zu sein. Wenn wir nicht innehalten, vergessen wir das Danken manchmal. Lena hat mich inspiriert, mit den Kindern ein „Familien-Danke-Buch“ anzufangen, in das wir ab und zu gemeinsam eintragen, wofür wir dankbar sind. Wo hat Gott dich ganz persönlich beschenkt?

Familien-Danke-Buch, Dankbarkeit im Gebet

Dieses Jahr ist der Reformationstag ein offizieller Feiertag auch in Bayern. Zum Thema „Erneuerung“ passt die Jahreslosung, die auch eine wunderbare, persönliche Zusage sein kann:

„Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“

Wo brauchst du, dein Herz, dein Glaube, deine Beziehung Veränderung? Wir dürfen es Gott im Gebet hinlegen…

Himmel mit Sonnenuntergang in Form von einem Herz

Zeit für Gebet zu haben ist für mich persönlich ein wichtiges Anliegen. Ob allein oder mit anderen. In unserem Hauskreis haben wir uns zwei Dinge überlegt, für die wir in den nächsten Wochen  gemeinsam und beharrlich beten wollen. Das eine ist der Neubau unseres Gemeindehauses, der noch so fern scheint, weil es immer wieder Hürden und Hindernisse gibt. Das andere sind die Ehen und Familien in unserer Gemeinde. Wir sehen so viele zerbrechende Beziehungen, dass man den Mut fast verlieren könnte. Doch wir wollen um Stärkung und Ermutigung bitten. Vielleicht bist du auch in einem Kreis, der sich Gebetsschwerpunkte suchen könnte? Auch der Buß- und Bettag erinnert uns daran, wie wichtig das Gebet für uns Christen ist. Wir leben aus der Vergebung und dürfen unsere Schuld immer wieder zu Gott bringen.

Ein Anlass an andere zu denken und Fürbitte zu halten kann der Ewigkeitssonntag (auch Totensonntag genannt) sein. Wir könnten in Gebet und mit Taten an die Menschen denken, die einen lieben Menschen verloren haben. Zugleich dürfen wir unseren Blick darauf richten, dass der Tod nicht das Ende ist. Trauer und Hoffnung können nebeneinander stehen.

Früher, im Mittelalter (in den Ostkirchen auch noch heute), war die Zeit vor Weihnachten eine Zeit des Fastens, die nach dem Martinstag begann. Dieser Gedanke inspiriert mich. Advent heißt „Ankunft“, aber in der Erwartung zu leben ist uns so fremd geworden. Wir haben alles in Hülle und Fülle schon in der Adventszeit. Plätzchen, Lebkuchen und vor allem Stress ohne Ende.  Weihnachtsstress – Ist das der Sinn? Muss das so sein? Was kann ich verändern? Jedes Jahr freue ich mich auf den Kalender: “ Der Anderen Advent“. Mein Mann und ich lesen ihn gemeinsam und haben so jeden Tag ein paar ruhige, nachdenkliche Momente, und das bis in den Januar hinein 🙂 Besonders gespannt bin ich auf den neuen Kalender für Kinder! Vom „Anderen Advent“ bestelle ich immer zwei Exemplare und bitte dann Gott mir zu zeigen, an wen ich das zweite verschenken soll…

Nach den Sommerferien begann ich damit, täglich am Morgen und am Abend in der Bibel zu lesen. Die Bibel in einem Jahr komplett durchzulesen erschien mir zunächst als ein Riesenprojekt. Doch ich spüre, wie gut es ist, die Briefe des Neuen Testaments mehr  am Stück zu lesen – eben man Briefe so liest. Eigentlich ist es gar nicht so viel an einem Tag. Und die Gewohnheit ist mir erstaunlich schnell „in Fleisch und Blut“ übergegangen. Hoffentlich bleibt das so, denn es ist wirklich bereichernd. Ich beginne den Tag mit Gottes Wort am Morgen (ein kürzeres Stück aus dem Neuen Testament) und beende den Tag damit am Abend, oft schon im Bett liegend (ein längeres Stück aus dem Alten Testament). Dazu habe ich mir eine modernere Übersetzung ausgesucht, die gut lesbar ist. Einen Bibelleseplan findest du zum Beispiel hier. 

Ich wünsche Dir einen schönen Montag und eine gesegnete Woche,

Deine

Schriftzug vom Blog FamilienLeben mit Gott

Wie siehst du der Herbstzeit entgegen? Schreibe gern etwas die Kommentare…

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Autor:

Wir glauben daran, dass ein FAMILIENLEBEN MIT GOTT einen Unterschied macht. Wir wissen, dass wir nicht die Einzigen sind, denn FAMILIEN LEBEN MIT GOTT. Mach dich mit uns gemeinsam auf die Suche nach Mehr...

4 Kommentare zu „Von der dunkleren Zeit und vom Gebet

  1. Liebe Martha, vielen Dank für Deine wundervollen, humorvollen, gehaltvollen und auferbauenden Artikel! Hier kann man immer wieder einen guten Rat absahnen oder sich einfach nur freuen. Du bist eine Seele von einem Menschen und ich bin mir sicher, dass wenn es auch mal etwas chaotisch zugehen mag, es doch ein herzlicher Ort zum Wohnen bei Euch ist. Setze weiter so viel Liebe und Aufmerksamkeit in Deine Aufgabenfelder, Du machst die Welt damit schöner und besser! Ich bin sicher, Gott freut sich auch über Euch, hört und erhört Euch gern! Wie gut, dass er so gerne hilft. Herzlichst, viel Segen insbesondere beim Beten, die Tina

    1. Oh, Tina, liebsten Dank für diese aufbauenden und ermutigenden Worte! Das ist aber lieb… Das ist wahr, wichtig ist, dass es ein einladender Ort ist. Eine Freundin sagte mal: „Es ist vielleicht nicht so aufgeräumt bei euch, aber es ist ein warmer Ort, an dem man sich willkommen fühlt.“ Das war eigentlich das schönste Kompliment… So wünsch ich mir das auch… Ganz liebe Grüße und Segenswünsche zurück, Martha

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