Veröffentlicht in Allgemein, für Männer/ Väter, Kinder und Familienleben

Männersache

Als ich mich mit der Frage beschäftigte, was die Bibel über Erziehung sagt, war ich etwas erstaunt. Die Bibel wendet sich in Erziehungsfragen nämlich vor allem an den Vater. Passt das in unsere heutige Zeit? Urteilt selbst…

Die Pflicht des Vaters war es, die Kinder zu ernähren, zu leiten und zu erziehen.

„Ist unter euch ein Vater, der seinem Kind eine Schlange geben würde, wenn es um einen Fisch bittet?“ (Lukas 11,11 Übersetzung: Gute Nachricht Bibel)

Das bedeutet, Erziehung soll immer zum Heil und Wohl des Kindes geschehen, auch dort, wo Strenge nötig ist. Doch wo ist die Grenze zwischen notwendiger Strenge und Lieblosigkeit, die dem Kind schadet? Wie können wir sicher sein, in Liebe zu erziehen?

Vater unser

Der Ursprung aller Vaterschaft liegt bei Gott. Er ist unser aller Vater und wir seine Kinder.

„Und ihr kennt nur den einen Gott, den Vater von allem, was lebt. Er steht über allen. Er wirkt durch alle und in allen.“ (Epheser 4, 6 Übersetzung: Gute Nachricht Bibel)
 roter Abendhimmel mit Dünen, Sonnenuntergang, Pfingsten, Wiedergeburt und Heiliger Geist, Männersache, Vater sein, Vater unser, Vater im Himmel

„…denn nur einer ist euer Vater: der im Himmel.“  (Matthäus 23, 9 Übersetzung: Gute Nachricht Bibel)

Männersache, Vater sein: Kinder spielen ausgelassen und rennen am Strand entlang im Sonnenuntergang, Freiheit, Muttersein

Er ist der Vater, der alle Wesen in der himmlischen und in der irdischen Welt beim Namen gerufen hat und am Leben erhält.“ (Epheser 3, 15 Übersetzung: Gute Nachricht Bibel)

Mit Gott als Vater werden wir als Erziehende zu Mitarbeitern Gottes. Seine Liebe gibt uns ein Beispiel. Zwingt uns Gott gegen unseren Willen zu etwas? Übergeht er unsere Wünsche? Hört er uns nicht zu? Ist er für uns nicht ansprechbar? Paulus würde nun empört sagen: „Das sei ferne!“

Vielmehr bewirkt Gottes Geist in uns,

„dass wir uns von aller Gottlosigkeit und allen selbstsüchtigen Wünschen trennen, stattdessen besonnen und rechtschaffen hier in dieser Welt leben, so wie es Gott gefällt.“(Titus 2, 12 Übersetzung: Hoffnung für alle)

Ein großer Anspruch? Daran müssen wir eigentlich nicht verzweifeln, denn Gott hat uns dies aus Gnade zugesagt. Gnade = keine Gegenleistung von uns. Und Vaterschaft ist eine Gnade, da Kinder ein Geschenk Gottes sind. Du hast eine Verantwortung bekommen, die du wahrnehmen darfst. Insofern ist das Reden von den „neuen Vätern“ heutzutage ja vielleicht gar nicht so neu?

Vater sein

Die Bibel fordert Väter eindringlich auf, ihre Kinder nicht willkürlich zu behandeln.

Ihr Väter, behandelt eure Kinder nicht ungerecht! Sonst fordert ihr nur ihren Zorn heraus. Eure Erziehung soll sie vielmehr in Wort und Tat zu Gott, dem Herrn, hinführen.  (Epheser 6, 4 Übersetzung: Hoffnung für alle)

Ich denke, daraus folgt auch, dass Väter gut daran tun, sich mit dem Thema „Erziehung“ zu beschäftigen. Was möchte ich meinem Kind mitgeben? Wie wünsche ich mir, dass es auf seine Kindheit zurückschaut, wenn es 18 Jahre alt ist? Wir sind genau jetzt mittendrin! Wenn ich möchte, dass mein Kind sagt „Mein Papa war immer für mich da“, dann muss ich heute Zeit investieren und darf nicht ständig abwesend sein. Ich kann mir überlegen, wie ich Kontakt mit meinem Kind halte, wenn ich nicht da bin. Und welche Zeit ich mir für die Familie freihalte. Wie kann ich die Beziehung zu  meinen Kindern pflegen? Wenn wir uns nur von den Umständen treiben lassen, dann ist unsere Zeit im Wesentlichen fremdbestimmt – und sie vergeht wie im Flug. Plötzlich ist das Kind groß.

Wirb um das Herz deines Kindes. Jetzt und heute. Egal, ob dein Kind noch nicht sprechen kann oder ob es pubertiert. Bleib dran und gib nicht auf. Setz dich notfalls gegen die Mutter durch, die natürlich besser weiß, wie man mit einem Kleinkind umgeht 🙂 oder finde deinen speziellen Platz im Leben eines Teenagers. Deine Aufgabe ist es, dein Kind zu lieben, egal wie es sich verhält. Auch dann, wenn dein Kind sagt: „Ich hasse dich.“ Das kann wirklich manchmal schwer sein. Aber auch hier gibt Gott uns ein Beispiel, denn er hat uns zuerst geliebt.

Männersache: Bootausflug von Vater und Sohn, Sohn mit Schwimmweste, beide mit Hut, Abenteuer

Das Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns seine Liebe geschenkt. (1. Johannes 4, 10 Übersetzung: Hoffnung für alle)

Vater sein und Mutter sein. Das ist keine Rolle. Was erzählt man uns da heute eigentlich? Bei Birgit Kelle las ich, sie sieht sich nicht in einer Mutterrolle. Sie IST Mutter. Man kann von ihr halten, was man will, aber ich finde: Hier hat sie einfach recht. Wenn du dich um deine Kinder kümmerst, dann spielt du keine Rolle. Du „hilfst“ auch nicht deiner Frau. Du BIST Vater.

Lieber Vater, du bist und bleibst Vater bis zum Lebensende. Egal, ob dein Kind bei dir ist oder nicht. Egal, ob du es siehst oder nicht. Egal, ob du seine Mutter noch liebst oder nicht. Egal, ob dein Kind etwas von dir wissen will oder nicht. Das Vatersein kann man nicht abschütteln. Eines kannst du wirklich immer für dein Kind tun, etwas besonders Wertvolles. Beten. Es ist viel mehr als „an das Kind zu denken“. Watchman Nee sagt sinngemäß, es gibt kein größeres Erbe, das wir den Kindern vermachen können. Vielleicht hast du sonst nicht viel, was du weitergeben kannst. Aber durch Gebet kannst du deinem Kind  etwas fürs ganze Leben mitgeben – sogar für die Zeit, in der du gar nicht mehr da sein wirst. Bring dein Kind immer wieder zu deinem Vater, den du „Abba“ (Papa) nennen darfst und bitte für sein Leben…

Der Geist, den Gott euch gegeben hat, ist ja nicht ein Sklavengeist, sodass ihr wie früher in Angst leben müsstet. Es ist der Geist, den ihr als seine Söhne und Töchter habt. Von diesem Geist erfüllt rufen wir zu Gott: »Abba! Vater!« (Römer 8, 15, Übersetzung: Gute Nachricht  Bibel)

 

Männersache: Sohn auf den Schultern des Vaters, sich getragen fühlen, Geborgenheit, Vom verlorenen Sohn

Kindersprüche aus unserer Familie über Vater-Erlebnisse 🙂

Spitzname

Ein Junge (5 Jahre) spielt mit seiner kleinen Schwester (1 Jahr). Die Kleine brabbelt etwas Unverständliches vor sich hin. Der große Bruder versteht anscheinend doch etwas. Er sagt: „Was meinst du? „Alter“? Nein, ich bin doch nicht dein Alter. Dein Alter ist doch der Papa!“

Abenteuer

Ein Junge (4 Jahre) kommt mit seinem Papa vom Vater-Kind-Zelten und berichtet der Mutter aufgeregt: „Und abends waren da am See ganz viele Rebellen. Mit Propeller. So wie Hubschrauber.“ Mama schaut ihn entgeistert an. Papa klärt auf: „Er meint Li-bellen!“

Austauschbar?

Junge (5 Jahre) überlegt: „Wir könnten doch alle mal Sportler werden. Ach nein, der Papa kann kein Sportler werden, der ist ja schon Bäcker. Naja, dann suchen wir uns halt einen neuen Mann…“

Männerrituale

Junge (5 Jahre) berichtet von seinem ersten Fußballstadionbesuch mit dem Papa: „Und alle, die einen Stehplatz hatten, mussten ganz laut singen!“

Chefsache

Junge (7 Jahre) diskutiert mit seinen Eltern, wer der „Bestimmer“ in der Familie ist. Schließlich kommt er zu diesem Ergebnis: „Okay, also gut, du und die Mama, ihr seid die Chefs. Aber dann bin ich der Ministerpräsident!“

wilder Papa

Mädchen (3 Jahre) erzählt der Mama, was der Papa macht: „Ach, der rast noch!“ (Er mähte den Rasen…)

Kompliment

Junge (4 Jahre) stellt fest: „Meine Schwestern sind Mädchen. Ich bin ein Junge. Der Papa ist auch ein Junge.“ Mama erklärt: „Wenn der Junge groß ist, dann heißt er „Mann“. Der Papa ist ein Mann.“ Der Sohn ergänzt: „… ein junger Mann!“

 

______________________________

Lese-Tipps:

Jesper Juul (2001): Mann und Vater sein.

Dies ist kein christliches Buch, sondern ein Buch für Väter von einem bekannten dänischen Familientherapeuten. Meinen Mann hat es sehr angesprochen. Aus dem Klappentext: „Väter haben ihren Kindern gegenüber eigene und andere Fähigkeiten und Kompetenzen als Mütter.  […] Voraussetzung ist alelrdings, dass sie diesen Teil ihrer Verantwortung verstehen und aktiv übernehmen.“

Michael Stahl: Vater-Sehnsucht.

Das starke Buch eines Mannes (oder auch: Das Buch eines starken Mannes 🙂 Er war Bodyguard und gibt Selbstverteidigungskurse…), der eine Kindheit ohne Vaterliebe erlebt hat und durch Gottes Liebe Versöhnung erfahren hat. Bewegend, ehrlich, inspirierend. Für Männer geschrieben, vor allem auch für Suchende – aber auch für Frauen sehr bereichernd…

 

 

 

 

Autor:

Wir glauben daran, dass ein FAMILIENLEBEN MIT GOTT einen Unterschied macht. Wir wissen, dass wir nicht die Einzigen sind, denn FAMILIEN LEBEN MIT GOTT. Mach dich mit uns gemeinsam auf die Suche nach Mehr...

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s