Veröffentlicht in Allgemein, Kinder und Familienleben

12 Dinge, die ich angefangen und nie beendet habe…

 

  1. Ich habe ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Altenpflege angefangen und habe nur 8 Monate davon gearbeitet. (Dann wurde ich Mama 🙂 )
  2. In dieser Zeit habe ich morgens in der U-Bahn Bibelverse auswendig gelernt. Damit habe ich die Zeit gut genutzt und habe zugleich meine Platzangst in Schach gehalten.
  3. Ich habe ein Studium gemacht, aber mir fehlt bis heute das Referendariat dazu.
  4. Wir haben uns mal vorgenommen, jedem Kind einzeln etwas am Abend vorzulesen. (Ich hab doch nicht geahnt, dass es mal so viele werden…)
  5. Ich habe mit der Klassenlehrerin meiner jüngeren Tochter vereinbart, einmal wöchentlich Rechtschreibung mit ihr (also mit der Tochter) zu üben. Ich hoffe jetzt mal, sie (also die Lehrerin) liest hier nicht mit…
  6. Es wäre schön, wenn wir mit den Kindern täglich, äh, wöchentlich, okay,  regelmäßig zusammen in der Bibel lesen oder eine kurze Andacht halten würden.
  7. Ich habe schon mehr als einmal versucht, regelmäßig Sport zu treiben. (Ein einziges Mal Erfolgreichsein bei diesem Vorhaben hätte also schon genügt für den Rest des Lebens. Tja…)
  8. Ich habe angefangen, meine Rezepte nach Zutaten zu ordnen. Ich dachte, es wäre praktisch, wenn ich z.B. unter „Zucchini“ nachschlage und eine Hand voll bewährter Ideen finde. Okay, das war vermutlich einfach zu aufwendig…
  9. Jedes Jahr gestalte ich einen Familienordner mit Fotos (ich steh echt auf Papier, ich muss einfach etwas in der Hand haben…), schönen Karten, die wir bekommen haben, Erinnerungsstücken besonders aus den Urlauben. Ich bin jetzt bei 2015 und kann mich beim Abheften schon gar nicht mehr erinnern, was wann wo genau war… (Zum Glück besitze ich ein externes Gedächtnis, nämlich meinen Mann. Der sagt manchmal so Dinge wie: „Weißt du eigentlich, was wir heute vor 12 Jahren gemacht haben?“ Und natürlich weiß ich es nicht und er weiß es…)
  10. Ich habe mal angefangen Gitarre spielen zu lernen, aber mehr als die gängigen fünf Akkorde und das übliche „Schrummschrumm“ kann ich bis heute nicht.
  11. Unsere letzte Familienkonferenz ist geschätzte zwei Jahre her. Dabei finde ich diese Idee wirklich sehr gut…
  12. Ich schreibe ein Buch. Seit fünf Jahren. Ich bin auf Seite fünf. (Vielleicht schaffe ich das, wenn ich Rentnerin bin?)

 

Wenn ich noch weiter überlege, wir die Liste garantiert noch länger. Ich schätze, du könntest auch so eine Liste machen. (Nicht???) Über manches kann ich beim Schreiben lächeln, manches macht mich aber tatsächlich ein bisschen traurig. Oder ist es nur dieses blöde Gefühl, versagt zu  haben? Wer ist auf jeden Fall immer schuld? Die Mama, ist doch klar!

Ich glaube allerdings, Gott sieht das alles ein wenig anders.

Jedes Ereignis, alles auf der Welt hat seine Zeit:

Geboren werden und Sterben,

Pflanzen und Ausreißen,

Töten und Heilen,

Niederreißen und Aufbauen,

Weinen und Lachen,

Klagen und Tanzen,

Steinewerfen und Steinesammeln,

Umarmen und Loslassen,

Suchen und Finden,

Aufbewahren und Wegwerfen,

Zerreißen und Zusammennähen,

Schweigen und Reden,

Lieben und Hassen,

Krieg und Frieden.

(Prediger 3, 1-8 Übersetzung: Hoffnung für alle)

Mädchen schaut über das Meer, Sehnsucht, es ist grau, dem Alltag entfliehen, Fernweh, 12 Dinge, die ich angefangen und nie beendet habe

Loslassen. Immer wieder loslassen. Vielleicht kann man das lernen?

Der Mensch denkt über vieles nach und macht seine Pläne, das letzte Wort aber hat der Herr. (Sprüche 16,1 Übersetzung: Hoffnung für alle)

Unser Wissen ist Stückwerk. (1. Korinther 13,9 Übersetzung: Luther)

In das Herz des Menschen hat er den Wunsch gelegt, nach dem zu fragen, was ewig ist. Aber der Mensch kann Gottes Werk nie voll und ganz begreifen. (Prediger 3,11 Übersetzung: Hoffnung für alle)

Ich bin ganz sicher, dass Gott sein gutes Werk, das er bei euch begonnen hat, zu Ende führen wird, bis zu dem Tag, an dem Jesus Christus kommt. (Philiper 1,6 Übersetzung: Hoffnung für alle)

Ich wünsche mir, dass wir lächeln statt zu verzweifeln über unsere Unzulänglichkeit… 🙂

Es ist nicht auszudenken, was Gott aus den Bruchstücken unseres Lebens machen kann, wenn wir sie ihm ganz überlassen… (Blaise Pascal)

Deine

Schriftzug vor Meer und Sonnenuntergang

 

Werbeanzeigen

Autor:

Wir glauben daran, dass ein FAMILIENLEBEN MIT GOTT einen Unterschied macht. Wir wissen, dass wir nicht die Einzigen sind, denn FAMILIEN LEBEN MIT GOTT. Mach dich mit uns gemeinsam auf die Suche nach Mehr...

4 Kommentare zu „12 Dinge, die ich angefangen und nie beendet habe…

  1. Liebe Martha, ach wie gut das grad getan hat, das zu lesen! So viele Punkte hatte ich mir auch mal vorgenommen, bzw. in meinem Kopf so wunderbar vorgestellt und geplant. Aber die Umsetzung ist doch was anderes… Wie schön, dass ich nicht die einzige bin, die ihre tollen Vorsätze nicht alle durchzieht. 😉 Vor allem das mit den Kindern vorlesen/ Bibel lesen ist bei mir so ein Punkt. Und die Idee mit den Rezepten hatte ich auch mal, aber zum Glück hab ich schon vor der Umsetzung gemerkt, dass ich das nicht hinkriegen werde… Sport schaffe ich allerdings tatsächlich regelmäßig, was sicher daran liegt, dass ich etwas gefunden habe, das mir richtig Freude macht: ein Erwachsenen Ballett Kurs! 🙂
    Ich glaube auch, dass wir manche Dinge loslassen dürfen und andere dürfen wir zu einer anderen Zeit wieder aufnehmen und neu beginnen.
    Bin schon gespannt auf dein Buch, vll darf ich das ja noch erleben! 😉

    1. Liebe Antschana, das mit dem Ballett-Kurs ist ja toll. Ich glaube auch, wenn man „sein Ding“ gefunden hat, dann ist es nicht so schwer… Ich such noch 🙂 Mir fällt es leichter, Dinge „phasenweise“ in Angriff zu nehmen. Zum Beispiel haben wir oft im Urlaub intensive Vorlesezeiten. Ich denke, das sind dann auch bleibende Erinnerungen… Alle im Wohnwagen zum Vorlesen ins Bett gekuschelt abends um halb 10 oder zu viert in eine Hängematte gequetscht… Der Alltag tickt halt irgendwie anders. Genau, wer weiß, womit wir morgen schon wieder anfangen… Vielleicht mit dem Gitarrespielen, jetzt, wo sie schon mal hier liegt 🙂 ? Ich bin auch gespannt, ob ich mein Buch noch erlebe *lach* Liebe Grüße von Martha

  2. Hallo Martha! Eine Ausbildung habe ich zwar beendet, aber in dem Beruf nach über 22 Jahren noch einen Job zu finden ist nahezu aussichtslos. Ich habe nahezu jeden Abend jedem meiner 3 Kinder etwas vorgelesen oder ein kleines Spiel gemacht, min. jedoch ein Segenslied. Ich wollte täglich mit meinem Ältesten damals lesen übern…tja…. aber jetzt mit 22 liest er fließend ;-), wir führen untereinander viele Glaubensgespräche (mit meinem Jüngsten läuft es noch etwas holperig),Sport treibe ich regelmäßig, meine Rezepte sind eigentlich schön gesammelt, aber in letzter Zeit…tja eine Zettelwirtschaft ist dazu gekommen, ich mache keine Familienalben mehr nach ca 25 Jahren…. leider, aber es wird einfach zu viel, manches kann ich ja auf meinem Blog nachlesen ;-), ich spiele kein Instrument (mehr), unsere Familienkonferenzen sind noch länger her und ich schreibe auch auf irgend so eine Weise mein Buch (Lebensgeschichte), aber bisher eher nur im Blog oder mal in einer Zeitschrift. So ist das im Leben, alles hat seine Zeit. Danke für deinen Artikel, herzlichst Sandra

    1. Ja stimmt, bloggen ist auch „konservieren“. Mein schönstes Geburtstagsgeschenk ist immer, dass meine Mutter mir jährlich meine privaten Familienblogs ausdruckt und zusammengeheftet… Ich habe deine Geschichte mit Gott in der „Lydia“ so gern gelesen… Das mit den Gesprächen mit deinen Kindern klingt toll. Ich bin sehr gespannt, wohin die Reise hier noch geht… Liebe Grüße, Martha

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s