„Mama macht das ehrenamtlich!“ Mama- und Kindergedanken über das Muttersein

Die Bedeutung der Mutter in der Bibel

„Mutter ist die Frau, die ein Kind geboren hat“, steht im Bibellexikon¹. Und ich möchte ergänzen: „oder die ein Kind als ihres angenommen hat“. Doch für israelitische Frauen war Mutterschaft das höchste Glück und fehlende Mutterschaft größtes Unglück. Die Mutter pflegte und erzog das Kind, so dass in der Regel eine starke Bindung entstand.

Doch Gott antwortet: »Kann eine Mutter ihren Säugling vergessen? Bringt sie es übers Herz, das Neugeborene seinem Schicksal zu überlassen?“ (Jesaja 49, 15)

 

Mit „Säugling“ kann übrigens durchaus ein Kleinkind bis etwas drei Jahre gemeint sein.   Darum ist ein sprechender Säugling nichts Ungewöhnliches:

Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge lässt du dein Lob erklingen. (Psalm 8,3)

Gelegentlich wurde das Abstillen mit einem Fest gefeiert:

Isaak wuchs heran, und als Sara aufhörte, ihn zu stillen, feierte Abraham mit seinen Leuten ein großes Fest. (1. Mose 21,8)

 

Eine Mutter hat Einfluss auf die äußere und innere Entwicklung des Kindes – zum Guten oder zum Bösen, das zeigen auch die Lebensgeschichten der Bibel. Sogar die Muttergefühle der Tiere werden geachtet und man lässt die Jungtiere sieben Tage lang bei der Mutter vor der Trennung (z.B. 2. Mose 22,29). Die erste aller Mütter, die Mutter aller Lebendigen, war Eva.

Adam gab seiner Frau den Namen Eva („Leben“), denn sie sollte die Stammmutter aller Menschen werden. (1. Mose 3,20)

Gottes Auftrag an uns alle lautet:

Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit deine Tage lange währen in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt. (2. Mose 20,12)

Und das natürlich nicht nur am Muttertag 🙂

vier/ viele Kinder sitzen auf de Felsen, Blick in die Ferne, Zukunft, Gedanken über das Muttersein

Kindergedanken

Berufung

Der achtjährige Sohn soll als Hausaufgabe Berufsbezeichnungen mit entsprechenden Bildern im Buch verbinden. Mama erklärt, dass da zwar auch „Hausfrau“ als Berufsbezeichnung steht, dass man aber kein Geld dafür bekommt. Der Sohn winkt ungeduldig ab: „Jaja, ich weiß schon, Mama, Hausfrau ist ein Ehrenamt.“

Komplimente

Da es nicht so oft vorkommt, staunt der Dreijährige, als Mama ein Kleid anzieht: „Mama, du hast ja ein Kleid an! Das sieht schön aus! Du siehst aus wie eine Frau!“

Die Dreijährige hat am Abend ihren Schnuller auf das Fensterbrett gelegt für die Schnullerfee. Am Bett umarmt Mama sie und sagt: „Ich bin so stolz auf dich!“ Das Mädchen antwortet ohne mit der Wimper zu zucken: „Ich bin auch stolz auf dich!“

Die Fünfjährige weiß, dass Mama heute in ihrem Zimmer Staub saugen will und sagt: „Mama, du staubst!“

Vom Mamawerden

Mama, in der achten Woche schwanger, erzählt Papa, dass sie auf die Schwangerschaft angesprochen wurde, obwohl noch nichts zu sehen ist. Der sechsjährige Sohn: „Ach, Mama, soooo schwanger bist du jetzt auch noch nicht.“

Die knapp Dreijährige schaut ein Bilderbuch über das Kinderkriegen an. Sie belehrt ihre Mama: „Wenn dein Baby raus will, dann musst du die Hose ausziehen!“

Das fast vierjährige Mädchen will von Mama wissen, warum die meisten Menschen im Krankenhaus geboren wurden. Mama erklärt, dass sich viele Mütter im Krankenhaus sicherer fühlen, weil da auch Ärzte sind. Das Mädchen, das zu Haus egeboren ist,  daraufhin: „Aber ich, Mama… ICH hab mich zu Hause rausgetraut!“

Gegenüber unserer Wohnung ist eine Rettungswache. Die Fünfjährige sitzt mit ihrer Freundin am Fenster und meint: „Das ist ein Krankenhaus.“ Die Freundin antwortet: „Quatsch, das ist doch kein Krankenhaus. Im Krankenhaus war meine Mama, als sie meinen Bruder geboren hat.“ Die Fünfjährige daraufhin: „Meine Mama hat noch nicht geboren. Die bohrt erst noch!“

Mamas pädagogische Zwischenfälle

Mama fordert den fast drei Jahre alten Sohnemann auf, im Treppenhaus leise zu sein. Dieser dagegen ruft sogleich laut. Mama: „Oh man, jetzt bin ich echt sauer!“ Sohnemann grinst: „Zitrone!“

Mama hat die Kinder schon mehrmals gerufen, damit sie aufstehen. Sie steht auf der Treppe und ruft. „He, hört mich denn keiner???“ Nach einer Weile antwortet der Siebenjährige: „Ich will noch ein bisschen im Bett liegen bleiben…“ Die Dreijährige setzt hinzu: „… und ich höre dich nicht!“ Klassisch muttertaub…

Der Zweijährige stampft die Treppe hinunter. „He,“ ruft Mama, „trampel mal nicht so laut! Mach leise!“ Der Zweijährige bemüht sich und sagt bei jedem Schritt: „Leise trampeln! Leise trampeln! Leise trampeln!“

Die Vierjährige hat keine Lust auf Mittagschlaf. „Als ich so alt war wie du, da musste ich jeden Tag einen Mittagsschlaf machen“, berichtet Mama. Die Kleine schlagfertig: „Als ich so alt war wie du, musste ich auch jeden Tag Mittagschlaf machen!“

Der Dreijährige will mit Wasserfarben malen. In der Hand hält er einen großen, tropfenden Pinsel. „Oh, der ist nicht so geeignet,“ meint Mama, „das ist so ein Pinsel zum Streichen an der Wand. Nimm dir lieber einen kleineren Pinsel.“ Der Dreijährige daraufhin entschlossen: „Gut, dann mal ich eben die Wand an!“

Mutterliebe

Die Dreijährige singt: „Hänschen klein“: „Doch die Mutter weinet sehr, hat ja nun kein Schwänzchen mehr…“

Unsere Dachbodentreppe ist steil und schmal. Der Zweijährige traut sich noch nicht allein runter. Mama kommt ihm entgegen und er hüpft in ihren Arm. „Hab dich!“, ruft der kleine Kerl fröhlich.

Die Sechsjährige möchte wissen, ob es irgendetwas gibt, für das Mama ihre Kinder hergeben würde. „Um nichts in der Welt,“ entgegnet Mama. Das Mädchen fragt nochmal nach: „Würdest du uns auch dann nicht hergeben, wenn du zur Strafe fünf Stunden Helene Fischer hören müsstest?“ Mutterliebe kennt eben keine Grenzen…

Kleinkind im Hängesitz/ Hängematte, beim Spielen eingeschlafen, Ruhe im Chaos, Pause, Ordnung für Chaoten, To-Do-Listen, Christliche Erziehung heute, Gedanken über das Muttersein

Gottes mütterliche Liebe

Sicher erinnert ihr euch an die wundervolle Jahreslosung im letzten Jahr:

Gott spricht: „Wie einen, den seine Mutter tröstet, so will ich euch trösten!“ (Jesaja 66,13)

Das Verhältnis der Mutter zu ihren Kindern dient in der Bibel als Bild für Gottes Liebe zu seinem Volk. Das berührt mich.

So spricht der Herr: „Hört zu, ihr Nachkommen von Jakob, ja, all ihr Israeliten! Wie ein Kind im Mutterleib habe ich euch geschaffen und zu meinem Volk gemacht. Von Anfang an habe ich euch geholfen. Darum habt keine Angst, ihr seid doch meine Diener, mein auserwähltes und geliebtes Volk. Denn ich gieße Wasser auf das durstige Land und Ströme auf das ausgetrocknete Feld. Ja, ich gieße meinen Geist über eure Nachkommen aus, mit meinem Segen überschütte ich eure Kinder. (Jesaja 44,1-3)

Doch es kommt noch etwas Wunderbares hinzu: Durch Jesus Christus ist die Blutsverwandtschaft nicht mehr das wichtigste. An Maria, der Mutter des Herrn, wird deutlich, wie das irdische Mutterverhältnis durchbrochen wird:

Als Jesus nun seine Mutter sah und neben ihr den Jünger, den er sehr lieb hatte, sagte er zu ihr: „Das ist jetzt dein Sohn!“ Und zu dem Jünger sagte er: „Sie ist jetzt deine Mutter.“ Von da an nahm der Jünger sie zu sich in sein Haus. (Johannes 19,27)

Und wir? Wir haben jede Menge Geschwister…

Doch Jesus fragte zurück: „Wer ist meine Mutter, wer sind meine Geschwister?“ Dann zeigte er auf seine Jünger: „Das sind meine Mutter und meine Geschwister. Denn wird den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist für mich Bruder, Schwester und Mutter.“ (Matthäus 12,50)

Kinder spielen ausgelassen und rennen am Strand entlang im Sonnenuntergang, Freiheit, Muttersein

Allen Müttern, Stiefmüttern, Pflegemüttern, Schwiegermüttern, Großmüttern,  Herzensmüttern, Wahlmüttern… Alles Liebe ❤ und Gottes Segen zum Muttertag!

Deine

Schriftzug vor Meer und Sonnenuntergang
_______
Quellen:
¹ Vgl. Lexikon zur Bibel (2000), Wuppertal: Brockhaus Verlag.

 

 

 

 

Advertisements

3 Kommentare zu “„Mama macht das ehrenamtlich!“ Mama- und Kindergedanken über das Muttersein

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s